29.06.2011 08:10

Aufschwung hält an

Deutsche Stahlindustrie erwartet weiter glänzende Geschäfte

Die Stahlindustrie in Deutschland mit Branchengrößen wie ThyssenKrupp und Salzgitter erwartet weiter anziehende Geschäfte. "Der deutsche Stahlmarkt wird in den kommenden Monaten seinen Aufwärtstrend fortsetzen", sagte am Dienstag der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, auf einem Branchentreffen in Düsseldorf. Das Wachstum hierzulande sei stabil und die Nachfrage von Kunden aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau hoch. Weltweit steige der Stahlverbrauch in diesem Jahr voraussichtlich um sechs bis sieben Prozent. Auch mittel- und langfristig werde die Nachfrage hoch bleiben.

Stahl
© APA

Die Stahlindustrie in Deutschland mit Branchengrößen wie ThyssenKrupp und Salzgitter erwartet weiter anziehende Geschäfte. "Der deutsche Stahlmarkt wird in den kommenden Monaten seinen Aufwärtstrend fortsetzen", sagte am Dienstag der Präsident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, Hans Jürgen Kerkhoff, auf einem Branchentreffen in Düsseldorf. Das Wachstum hierzulande sei stabil und die Nachfrage von Kunden aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau hoch. Weltweit steige der Stahlverbrauch in diesem Jahr voraussichtlich um sechs bis sieben Prozent. Auch mittel- und langfristig werde die Nachfrage hoch bleiben.

Für Deutschland bekräftigte Kerkhoff die Prognose, wonach die Rohstahlproduktion in diesem Jahr um vier Prozent auf 45,5 Millionen Tonnen steigt. Die Auslastung der Unternehmen werde bei rund 90 Prozent liegen. Den höchsten Produktionswert hatte die Branche mit rund 90.000 Beschäftigen in Deutschland 2006/2007 mit durchschnittlich 48 Millionen Tonnen erreicht.

Kopfschmerzen bereiten den Unternehmen die steigenden Rohstoffkosten. Zuletzt seien die Preissteigerungen so hoch gewesen wie zuletzt 2008, erläuterte der Verbandschef. Durch die von Rohstoffkonzernen wie BHP Billiton, Vale und Rio Tinto 2010 durchgesetzten kürzeren Vertragslaufzeiten gebe es zudem häufiger Preisschwankungen. "Die Folge sind eine schwierigere Kostenplanung und der Verlust von Planungssicherheit." Eisenerzverträge werden seit April 2010 nur noch für drei Monate statt zuvor für ein Jahr abgeschlossen.


Auch steigende Kosten durch die Klimaschutzauflagen der EU und die Sorge vor anziehenden Energiekosten treibt die Schwerindustrie mit ihrem auch in Deutschland produzierenden Weltmarktführer ArcelorMittal um. Der geplante Atomausstieg sei eine Entscheidung der Politik, die den Mehrheitswillen der Bevölkerung umsetze, sagte Kerkhoff. Die Umstellung auf erneuerbare Energie müsse aber mit Augenmaß geschehen. Eine sichere und bezahlbare Energieversorgung sei entscheidend für die Branche mit rund 90.000 Beschäftigten in Deutschland. Die Stahlkocher gehören neben der Chemie- und Aluminiumindustrie zu den größten Stromverbrauchern. (APA/red)

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