20.08.2012 10:17
Automatisierung
Automatenspiele
Wie stark automatisieren Industrieautomatisierer ihre eigene Produktion? Eine Frage, auf die es im B&R-Werk nur eine Antwort gibt.
Ein Ausflug mit Automatisierern kann ganz schön unterhaltsam sein. Ist das der richtige Bus? „Das ist der PROFIBUS.“ Schallendes Gelächter. Mitte Juni lud der Industrieautomatisierer B&R Partner zum User-Meeting in Salzburg. Versprochen – und geboten – wurde „werbefreie Produktinformation“ direkt aus den Entwicklungsabteilungen der Oberösterreicher.
Ein Schwerpunkt: Die Effizienzsteigerung bis hin zu flexiblen Maschinenbaureihen ab Losgröße eins. Flexibilität – ein Thema, bei dem keiner weghörte. Und eins, das auch im B&R-Werk in Eggelsberg hoch im Kurs steht. Dorthin nämlich führte die Busreise zu später Stund’. 2009 erweiterte der Industrieelektronikhersteller seine Produktionsflächen „um den Faktor fünf“ auf 65.000 Quadratmeter. Fürs Rennerprodukt – das scheibenbasierende I/O-System X20 – wurde in drei Montageautomaten inklusive Stäubli-Roboter investiert. Die Zellen arbeiten vollautomatisiert – sogar „die Beschriftung wird aufgelasert“, erzählt B&R-Ausbildungsprofi Hubert Brunner. Noch eindrucksvoller der Output: Eine Million dezentraler IO-Module wurde im Vorjahr in den Automaten produziert. Da ist aber immer noch Luft nach oben. Die Anlagen sind – großzügig – für künftige Wachstumsschritte ausgelegt. „Wenn wir wollen, fahren wir unsere Produktionsmenge aufs Dreifache hoch“, verrät Brunner.
Straffes Automationskonzept
Nicht nur deshalb geriet die Tour durchs Eggelsberger Werk zum Spektakel. Die Innviertler begannen früh mit der Automation ihres Werks. Schon 2006 ersetzte eine Selektiv-Lötanlage im Bereich der Bestückung herkömmliche Handlötstationen. Heute sind die Oberösterreicher ein 2500-Mitarbeiter-Betrieb. In Österreich hat man 1600 Beschäftigte, 900 davon werken am Stammsitz in Eggelsberg.
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