12.01.2011 08:57
Automobilbau
BMW-Produktion: Weitere Standbeine in den USA?
BMW erwägt angesichts der Erholung des US-Automarkts eine Aufstockung der Produktion in den Vereinigten Staaten. Denkbar und grundsätzlich sinnvoll sei sowohl die Herstellung des am meisten verkauften BMW-Dreier-Modells als auch des höherwertigen Fünfers in den USA, sagte Vertriebschef Ian Robertson am Rande der Automesse in Detroit der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwochausgabe).
Es gebe zwar noch keine konkreten Pläne, aber "ich würde das keinesfalls ausschließen", sagte der Manager. Die USA blieben auf absehbare Zeit der größte Markt für Oberklassehersteller und die Fabrikhalle des BMW-Werks in Spartanburg biete genügend Platz für die Produktion zusätzlicher Modelle. Die Überlegungen von BMW passen in den Trend: Konkurrent Daimler hat angekündigt, bis 2014 einen Teil der Produktion der C-Klasse in sein Werk im US-Bundesstaat Alabama zu verlegen. Volkswagen will in Tennessee ein neues Werk eröffnen, in dem der neue US-Passat vom Band laufen soll. Und auch Audi-Chef Rupert Stadler erklärte in Detroit, der Bau eines eigenen Werks oder die Nutzung von VW-Kapazitäten in den USA seien ein Thema für Audi.
Linderung von Währungsschwankungen
Mit einer Produktion in den USA können die Konzerne Währungsschwankungen auffangen, gegen die sie sich sonst mit Kurssicherungsgeschäften teuer absichern müssen. Zudem wird der dortige Absatzmarkt nach einer Durststrecke während der Wirtschaftskrise für die deutschen Hersteller wieder wichtiger. (APA/red)























