06.04.2012 06:14

Automobilbau

Fiat auf Kurs: "Gewinnschwelle in Europa nah"

Fiat will heuer weltweit 4,1 Millionen bis 4,4 Millionen Autos verkaufen. Im Vorjahr waren es 4 Millionen. Bis 2014 hofft Fiat, die Gewinnschwelle in Europa zu erreichen. "Wir stehen vor einer neuen Phase, die dank der Integration mit Chrysler gut voranschreitet", erklärte Fiat-Geschäftsführer Sergio Marchionne bei der Fiat-Aktionärsversammlung am Mittwoch in Turin.

"Mit Chrysler haben wir unsere zu starke Abhängigkeit vom europäischen Markt reduziert. Jetzt haben wir die Ruhe, um die Marktschwankungen zu überwinden", erklärte Marchionne. 2012 werde der europäische Automarkt das fünfte Jahr in Serie rückläufig sein. 13 Millionen Autos werden laut Marchionne bis Jahresende verkauft werden, 600.000 weniger als im Vorjahr. Bei dem Absatz von Nutzfahrzeugen dürfte es zu einem Rückgang zwischen drei und fünf Prozent gegenüber 2011 kommen, so der Fiat-Chef. Auf dem Heimmarkt Italien soll dieser Rückgang sogar zehn Prozent betragen.

Alle Ziele erreicht

"Trotz der Schwierigkeiten hat Fiat 2011 alle Ziele erreicht und sogar übertroffen", berichtete Marchionne. Fiat sei nach der Übernahme der Mehrheit an Chrysler eine Gruppe, die vier Millionen Autos pro Jahr verkauft und in 44 Ländern der Welt präsent sei. Zur Gruppe gehören 155 Produktionswerke mit 197.000 Mitarbeitern, in denen neun Automarken hergestellt werden. Die Integration mit dem Partner Chrysler schreite zügig voran. "Wir haben bereits Synergien in Höhe von 1,4 Mio. Euro generiert", so Marchionne. 2011 seien wichtige Schritte zur Integration mit Chrysler unternommen worden, die jetzt beschleunigt werden solle.

"Wir sind heute eine globale und solide Gruppe. Wir sind der siebtstärkste Autobauer auf der Welt", betonte Marchionne. Er hob auch die positiven Ergebnisse Chryslers hervor. Bei der Fiat-Tochter verbesserten sich die Verkäufe im März gegenüber dem Vorjahresmonat um 34 Prozent auf 163 400 Wagen. (APA/red)


 

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