16.08.2012 13:16

Automobilbau

Opel verhandelt wegen Kurzarbeit

Der deutsche Autobauer spricht mit Betriebsrat und IG Metall über Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzung. Thema ist das Stammwerk in Rüsselsheim. Laut Opel sei ein Ergebnis der Verhandlungen kurzfristig zu erwarten.

Opel muss wegen des Absatzeinbruchs die Bänder in Deutschland langsamer laufen lassen und will Beschäftigte in Zwangspause schicken. Die Geschäftsleitung verhandle derzeit mit dem Betriebsrat und der IG Metall über Kurzarbeit und Arbeitszeitverkürzung, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Ein Ergebnis der Verhandlungen sei kurzfristig zu erwarten. Es gehe um das Stammwerk in Rüsselsheim mit fast 14.000 Beschäftigten, wo das Topmodell Insignia und der kompakte Astra vom Band laufen. Aus Firmenkreisen verlautete, auch das Komponentenwerk in Kaiserlautern mit 2.500 Mitarbeitern sei betroffen.

Arbeitszeitkonten asugeschöpft


In der Produktion in Rüsselsheim arbeiten 3.500 Menschen. Vor allem für viele von ihnen dürfte Opel Kurzarbeit anmelden wollen. Unklar sei noch, wie die Arbeitszeit in der Verwaltung reduziert werden könne, sagte der Sprecher. Die angeschlagene GM-Tochter hatte den Produktionsrückgang bisher durch Arbeitszeitkonten aufgefangen. Diese Möglichkeit sei nun ausgeschöpft, hieß es. Auch die "Mainzer Allgemeine Zeitung" hatte darüber berichtet.

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