13.07.2012 12:10
Automobilbau
Opel vor dem Kahlschlag?
Der Abgang von CEO Karl-Friedrich Stracke führt zu neuen Befürchtungen beim angeschlagenen deutschen Autobauer. Viele erwarten nun einen Nachfolger, der hart durchgreifen werde. Beunruhigt zeigt sich auch die deutsche Politik.
Der unerwartete Abgang von Vorstandschef Karl-Friedrich Stracke schürt beim angeschlagenen Autobauer Opel wieder Ängste vor einem Kahlschlag. Der Bochumer Betriebsrat warnte am Freitag vor einer erneuten Diskussion über Werksschließungen - Bochum galt schon vor dem unerwarteten Rückzug Strackes als einer der ersten Streichkandidaten bei dem defizitären Autobauer, der an teuren Überkapazitäten leidet.
Insider sind überzeugt, dass die US-Mutter General Motors einen Nachfolger inthronisieren wird, der härter durchgreift. Als heißester Kandidat für den Chefposten gilt derzeit Strategievorstand Thomas Sedran. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung werden auch Opel-Produktionsvorstand Peter Thom Chancen eingeräumt.
Stracke war zuletzt von seinen ursprünglichen Plänen abgewichen, den Standort Bochum 2015 dichtzumachen. Im Gegenzug für einen Lohnverzicht der Arbeitnehmer wollte er dem Werk zwei Jahre Gnadenfrist einräumen. Gespräche mit den Gewerkschaften und Betriebsräten sollten im Oktober abgeschlossen sein.
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