29.07.2010 09:44
Automobilzulieferer
Schaeffler will Gewinn verdoppeln
Der Automobilzulieferer Schaeffler peilt in diesem Jahr einen Umsatzzuwachs von 10 Prozent auf 8 Milliarden Euro an. Der Betriebsgewinn soll sich auf mindestens 800 Millionen Euro verdoppeln, kündigte Konzernchef Jürgen Geißinger am Dienstagabend im Wirtschaftspresseclub München an. "Wir sind in den meisten Bereichen schon wieder an der Kapazitätsgrenze", sagte Geißinger.
Die Auftragslage im ersten Halbjahr sei sehr gut gewesen, "die Auftragseingänge sind in den letzten Wochen stark gestiegen". Die Kurzarbeit sei an fast allen Standorten bereits ausgelaufen. Mit weltweit 65.000 Mitarbeitern habe der Wälz- und Kugellagerhersteller fast wieder die Stellenzahl vor der Krise erreicht und wolle demnächst wieder Leiharbeiter einstellen. Die Automobilsparte, die 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, habe bereits das Niveau vor der Krise erreicht. "Wir werden ein stabiles zweites Halbjahr sehen", sagte Geißinger. Der Export sei gewaltig. Das Industriegeschäft hinke hinterher, habe aber die Talsohle ebenfalls durchschritten.
Wachstumsmotor Asien
Der Konzernumsatz war im vergangenen Jahr von 8,9 auf 7,3 Mrd. Euro eingebrochen. Die operative Gewinnmarge (Ebit) war auf fünf Prozent gesunken, soll dieses Jahr aber auf zehn Prozent verdoppelt werden. In Asien werde Schaeffler in diesem und im nächsten Jahr um 20 Prozent wachsen, in China allein um 40 Prozent, sagte Geißinger. Der Bau dreier neuer Fabriken in China und Indien werde auch in den deutschen Werken zusätzlichen Umsatz bringen.
E-Autos keine Gefahr
Ein wachsender Marktanteil von Elektroautos werde Schaefflers Position nicht gefährden, sagte Geißinger: "Das Potenzial liegt in den nächsten Jahrzehnten deutlich im konventionellen Motor." Mit neuen Produkten wie der hydraulischen Ventilsteuerung oder der trockenen Doppelkupplung senke Schaeffler Spritverbrauch und Schadstoffbelastung vieler Autos. Außerdem brauchten auch E-Motoren Getriebe (APA/red)










