09.08.2010 09:52
Automobilzulieferer
Zulieferer: Steirische Boxmark wirft Angel nach insolventer Prevent aus
Der steirische Autozulieferer Boxmark soll seinen insolventen slowenischen Konkurrenten Prevent übernehmen. Wie die slowenische Wirtschaftsministerin Darja Radic am Freitag in Ljubljana mitteilte, legte Boxmark das beste Konzept für den Autositzbezüge-Hersteller im nordslowenischen Slovenj Gradec vor. Das Unternehmen, das 1.250 Mitarbeiter beschäftigt, meldete Dienstags Konkurs an.
"Boxmark tritt als strategischer Partner auf und kann die Produktion in sehr kurzer Zeit wieder ankurbeln", sagte Radic. Das Unternehmen - spezialisiert auf hochwertige Polsterleder für die Möbel- und Autoindustrie - wolle 500 bis 700 Menschen beschäftigen. Sollte ein Großauftrag an Land gezogen werden können, kämen weitere 250 Leute dazu. Die beiden anderen Interessenten hätten dagegen keine Zusicherungen gemacht, auch tatsächlich in Prevent Global investieren zu wollen, sagte Radic. Die slowenische Regierung hatte potenziellen Investoren nicht näher bezifferte Staatshilfen in Aussicht gestellt.
Abwärtsspirale
Prevent Global befindet sich seit zwei Jahren in einem kontinuierlichen Niedergang, ausgelöst durch Streitigkeiten zwischen den beiden größten Eigentümern Janko Zakersnik (52 Prozent) und Nijaz Hastor (45 Prozent) und beschleunigt durch den Auftragsrückgang im Zuge der Wirtschaftskrise. Hastor ist Eigentümer der Prevent DEV mit Sitz in Wolfsburg, die sich in ihrer Tätigkeit ganz auf den VW-Konzern ausgerichtet hat. Prevent DEV hatte Ende 2008 den insolventen niederösterreichischen Autozulieferer Eybl International übernommen.
Produktion in Kroatien.
Im Stammwerk im oststeirischen Feldbach beschäftigt Boxmark sind 750 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jennersdorf betreibt Boxmark eine Lederfabrik, die als angeblicher Mitverursacher des "Raab-Schaums" immer wieder in den Schlagzeilen ist. Boxmark produziert auch im kroatischen Varazdin. (APA/red)























