02.12.2009 22:05
Autotest
Es lebe der Sport: Asfinag-GF A. Walcher und der neue Range Rover Sport
Alexander Walcher, 40, testete den neuen Range Rover Sport. Für den gelernten Förster und Asfinag-Baumanagement-Geschäftsführer der ideale Wagen für den täglichen Alltagsausbruch.
Nein, ohne Kontrolle einfach einzusteigen, das geht natürlich nicht. „Also bevor wir auf die Autobahn fahren, muss ich mir schon die Vignette ansehen“, sagt Walcher mit ernster Miene. Die tauscht der 40-Jährige einen Augenblick später gegen ein heiteres Lachen ein: „Das wäre sonst so peinlich, dass es fast schon wieder lustig wäre.“
Der gebürtige Kärntner aus Trebesing lacht gerne und vermag die Klischees von Managern in verstaubten Staatsbetrieben nicht zu erfüllen: Als er vor eineinhalb Jahren zum Geschäftsführer der Baumanagement-Tochter der Asfinag bestellt wurde, hatte er sich seine fachlichen Sporen schon verdient. An sein erstes, von ihm 1999 für die damalige Ösag geleitete Projekt erinnert sich der Kärntner heute noch genau: Es war der Bau der zweiten Röhre des Katschbergtunnels. Er war begleitet von monatelangem Bürgerprotest. „Wenn Sie in einem vollen Wirtshaus, in dem einige nicht mehr ganz nüchtern sind, das Feindbild geben, lernen Sie viel über Psychologie und Emotionalität“, sagt Walcher. Bei der Asfinag blieb er auch, wurde Leiter der Planungsabteilung und im Vorjahr Geschäftsführer der Baumanagement-Gesellschaft. Sie ist für die Planung, Errichtung und Erhaltung sämtlicher Autobahnen und Schnellstraßen des Bundes zuständig. Unter Walchers Ägide werkt ein beruflich bunter Haufen von 270 Bautechnikern, Umweltrechtlern und Raum- und Landschaftsplanern. Seine Position ist durchaus einflussreich: Jährlich vergibt die Gesellschaft Bauaufträge im Wert von einer runden Milliarde Euro.
Seine und die Aufgabe seines Geschäftsführungskollegen war als Erstes, alle Bau- und Planungsaktivitäten in eben dieser Gesellschaft zusammenzuführen und die Moral der Truppe wiederherzustellen. „Die ersten Monate waren nicht leicht, aber nun haben wir die Umstrukturierung abgeschlossen“, sagt er. In Managerdiktion bedeutet das: Die Abläufe sind standardisiert, die Prozesse definiert und mittlerweile gibt es auch in der Bundesgesellschaft Mitarbeiterbefragungen, deren Ergebnis Walcher nicht in einer Schublade verschwinden lässt.










