21.05.2012 05:05
Autotest
Mitsubishi Pajero: Das Benutzfahrzeug
Mit dem Pajero über Stock und Stein: Mitsubishis Antwort auf die Welle weichgespülter SUVs ist immer noch dieselbe. Und immer noch gleich gut.
Auch Klänge haben Freunde. Was dem einen das aggressive Pfauchen eines Zwölfzylinders, ist dem anderen das kernige Nageln eines Diesels. So sorgt das Umdrehen des Zündschlüssels beim Pajero sofort für Sympathie – ist man Liebhaber rustikaler Fortbewegung. Unter dieser Kühlerhaube wird ehrliche Arbeit geleistet – und wo gehobelt wird, dürfen auch mal Späne fallen.
Seit 33 Jahren baut Mitsubishi den Pajero und der getestete Fünftürer hat mit dem Urmodell durchaus noch gemeinsame Tugenden. Wir fuhren ihn in allen Betriebsarten: am harten Offroad-Parcours in grenzwertigen Schräglagen, auf engen Passstraßen in interessanten Kurvenlagen und auf der Autobahn. Eines vorweg: Seinen dienstbaren Charakter hat der Pajero auch in der vierten Modellvariante beibehalten.
Bitte nicht aussteigen
Doch der Reihe nach: Wer einmal mit einem professionellen Mitsubishi Instruktur im schweren Terrain war, beginnt bestenfalls an der persönlichen Geländefähigkeit zu zweifeln. Wir fuhren mit der fünftürigen Langversion Steigungen und Neigungen mit Expeditionscharakter. Selbst wenn man im Alltag selten 70 Zentimeter tiefe Gewässer durchwatet oder 35 Grad steile Hänge bezwingt – es tun zu können, schafft ein erhabenes Gefühl. Die ultimative Wegfahrhilfe ist das sperrbare Hinterdifferential. Wenn ein Gelände selbst damit nicht mehr befahrbar ist, fragt man sich, was ein Mensch mit einem Auto an Orten soll, an denen er nicht mehr aussteigen kann.























