21.08.2012 09:53
Autozulieferer
Frauenthal: Gewinn nach Divisions-Verkauf
In den fortzuführenden Geschäftsbereichen allerdings 1,9 Mio. Euro Verlust.
Der börsenotierte Mischkonzern Frauenthal weist nach dem Verkauf seiner Katalysatorensparte im Halbjahr einen Gewinn nach Steuern von 35,4 (6,1) Millionen Euro aus. In den beiden fortzuführenden Geschäftsbereichen Automotive und Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte (SHT) wurde allerdings ein Verlust von 1,9 Millionen Euro eingefahren, nach einem Gewinn von 2,5 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr. Der Umsatz blieb mit 248,6 nach 249,7 Millionen Euro stabil. Der Verkauf der Division "Industrielle Wabenkörper" wurde mit 1. Juni abgeschlossen. Der Kaufpreis betrug 51 Millionen Euro.
Während sich die Umsatzerlöse im Automotive-Bereich aufgrund der konjunkturellen Abschwächung um 7,7 Prozent verringerten, stiegen sie im SHT-Segement um 6,8 Prozent. Operativ verzeichneten die beiden fortzuführenden Geschäftsbereiche einen Ergebnisrückgang beim operativen Gewinn (EBIT) um 4,7 auf 1,8 Millionen Euro. Neben den Ergebnisrückgängen der Division Automotive wirkten sich die höheren Finanzierungskosten der Anleiheemission im Mai 2011 auf das Ergebnis aus, teilte Frauenthal am Dienstag mit.
Das EBIT der Division Automotive sank um mehr als 5,0 Millionen auf 1,0 Millionen Euro. Ein Marktabschwung im Nutzfahrzeugbereich sowie markante Preissteigerungen für Energie- und Transportkosten, die an Kunden nicht überwälzbar waren, seien für den Ergebnisrückgang verantwortlich, so Frauenthal. Das EBIT der Division SHT stieg um 0,2 auf 1,8 Millionen Euro.
Für die Division Großhandel für Sanitär- und Heizungsprodukte gibt das Frauenthal-Management einen positiven Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2012. In der Division Frauenthal Automotive erforderten die konjunkturellen Unsicherheiten "äußerste Wachsamkeit, um beim ersten Anzeichen eines weiteren Marktabschwungs sofort entsprechende Anpassungsmaßnahmen zu setzen". Wachstumschancen würden sich in den beiden Divisionen durch den Gewinn von Marktanteilen, den Einstieg in neue Märkte, Produktsegmente und Regionen sowie durch Akquisitionen ergeben. Eine Hochrechnung der aktuellen Ergebnisse auf das Jahresergebnis 2012 sei nicht möglich. (APA)























