18.01.2010 10:23
Bahn
ÖBB verlieren durch Finanzspekulationen fast 300 Millionen Euro
Ein Spekulationsgeschäft mit der Deutschen Bank im Jahr 2005 kommt den ÖBB nun teuer zu stehen: Nach zähem Rechtsstreit verglich man sich, die Deutsche Bank bekommt 295 Millionen Euro.
Den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) kommt ein Spekulationsgeschäft mit der Deutschen Bank über 612,9 Millionen Euro aus dem Jahr 2005 teuer zu stehen. Nach einem langen Rechtsstreit haben sich die Bahn und die Bank verglichen, die Deutsche Bank erhält 295 Millionen Euro. Die Bahn verspricht, in Zukunft keine derartigen Geschäfte mehr zu machen.
Rückstellungen
Die 612,9 Millionen Euro wurden bereits in der Bilanz 2007 zu einem Teil und 2008 schließlich zur Gänze rückgestellt, belasten also die heurige Bilanz nicht mehr. Durch die teilweise Auflösung der Rückstellungen könne die ÖBB nun einen außerordentlicher Ertrag von über 300 Millionen Euro verbuchen. 2008 hatten die Bundesbahnen einen Verlust von fast einer Milliarde Euro eingefahren, darin enthalten auch 920 Millionen Euro auf krisenbedingte Sonderabschreibungen und Rückstellungen für Spekulationsgeschäfte. Die Auflösung des Termingeschäftes erfolgte "nach Expertenmeinung zu einem marktgerechten Preis", hieß es von den ÖBB. "
Risiken beseitigt
Damit sind für die ÖBB die mit diesem Geschäft verbundenen Risiken zur Gänze beseitigt", betonte ÖBB-Sprecher Alfred Ruhaltinger. Alle rechtlichen Auseinandersetzungen in diesem Zusammenhang werden beendet. In Zukunft werden die ÖBB keine Spekulationsgeschäfte mehr eingehen, betonte der Sprecher. Das habe der Aufsichtsratspräsident bereits in Änderungen der Geschäftsordnung verankert. (APA/red)










