06.09.2010 10:17
Bergbau
Konflikt in Salinen AG: "Nehmen Kündigungen nicht zurück"
Management und Betriebsrat der Salinen Austria AG liegen im Clinch: Bei einer Betriebsversammlung stimmten 64 Prozent der 170 anwesenden Mitarbeiter für eine Resolution des Betriebsrates. Die Forderungen ans Management: Ein menschlicherer Führungsstil und unter anderem auch die Rücknahme der Kündigung eines Betriebsrats am Standort Ebensee. Zu letzterem könne es nicht kommen, meinte Salinen-Vorstandschef Stefan Maix, der dies vor Gericht regeln möchte.
Der Arbeiterbetriebsrat wertete das Ergebnis der Betriebsversammlung positiv, es sei eine "Mehrheit dafür, die Resolution durchzuführen", sagte Arbeiterbetriebsrat Karl-Heinz Klausner im Gespräch mit der APA. Gefordert werde ein menschlicherer Führungsstil und ein wertschätzender Umgang mit den Beschäftigten, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes gerade bei den Schichtdiensten, dass Schikanen und willkürliche Maßnahmen nicht mehr vorkommen und dass das Ergebnis der Betriebsratswahl akzeptiert werde sowie dass mit dem Betriebsrat auf Augenhöhe verhandelt werde, ohne das Ergebnis zu diktieren.
Verhandlungen
Unter anderem geht es auch um die Rücknahme der Kündigung eines Betriebsrats, "aber der Vorstand sagt, das möchte er vor Gericht regeln", so Klausner. Salinen-Vorstandschef Stefan Maix interpretierte das Ergebnis der Abstimmung so, dass "der Wille in der Belegschaft besteht, dass es unmittelbar Verhandlungen gibt". Er gehe davon aus, dass der Betriebsrat das Ergebnis der Abstimmung übermittle und wolle den Betriebsrat kommende Woche zu Gesprächen einladen. Zur Rücknahme von fünf Kündigungen könne es aber nicht kommen.
Lokaler Konflikt
Maix sagte aber auch, dass keine einheitliche Front hinter der Forderung stehe. Maix legte ein Schreiben vor, in dem der Zentralbetriebsrat der Salinen Austria AG sich von den Protestaktionen in Ebensee "als nicht geeignetes Mittel zur Lösung von Konflikten" distanziert.
(APA/red)























