06.06.2012 12:11

Buchtipp

Barry Eichengreen: Das Ende des Dollar-Privilegs – Aufstieg und Fall des Dollars und die Zukunft der Weltwirtschaft

Barry Eichengreen, einer der weltweit führenden Wirtschaftshistoriker, analysiert wie der Dollar zur Leitwährung wurde und warum dieses Privileg auf tönernen Füßen steht. Sehr spannend!

Barry Eichengreen ist Professor für Wirtschafts- und Politikwissenschaften an der Universität Kalifornien in Berkley. Leicht verständlich und doch äußerst spannend zeichnet er die Entstehung des Dollars im 17. Jahrhundert nach und zeigt, wie die Welt- und Wirtschaftsmacht USA jahrzehntelang nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit teils moralisch fragwürdigen Methoden die Leitstellung des Dollars aufrecht erhielt.

Doch die Vorherschafft des Dollars ist im Wanken. Können die Schwellenländer an der Position rütteln oder löst gar der Euro, trotz Eurokrisen, den Dollar als Leitwährung ab? Eichengreen hält das nicht für unmöglich. Nicht nur wegen des erschütterten Vertrauens der Anleger in die Sicherheit amerikanischer Finanzprodukte. Auch die seit Jahrzehnten angewachsenen Spannungen zwischen den USA und China stellen die Leitwährung auf tönerne Füße. Ein politischer Konflikt könnte den akuten Dollar-Crash verursachen, meint Eichengreen. Ein faszinierendes Buch über Währungspoker der Großmächte.

 

Barry Eichengreen: Das Ende des Dollar-Privilegs – Aufstieg und Fall des Dollars und die Zukunft der Weltwirtschaft

Börsenbuchverlag

303 Seiten, Euro 24,90

ISBN 978-3-864700-07-1

 

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