23.03.2010 10:34
CO2-Abscheidung
CO2-Geschäft: EVN am Abtasten
Der niederösterreichische Versorger EVN will künftig mit CO2 Geld verdienen - Wirtschaftlichkeitstests laufen seit dem Vorjahr.
In einer Pilotanlage beim kalorischen Kraftwerk Dürnrohr werde seit Mitte 2009 CO2 aus den Abgasen herausgewaschen, gereinigt und künftig der Industrie als Rohstoff angeboten, sagte EVN-Sprecher Stefan Zach zur APA. Geprüft werde, ob sich das Projekt, bei dem die EVN Partner aus Wissenschaft und Industrie mit an Bord hat, wirtschaftlich rechne. Man sei diesbezüglich aber sehr zuversichtlich. Eingesetzt wird Kohlendioxid derzeit unter anderem in der Düngemittelproduktion, aber auch in der Getränke-, Pharma- und Kosmetikindustrie.
"Wertstoff mit Zukunft"
In Dürnrohr können zum jetzigen Zeitpunkt technisch rund 40.000 Tonnen CO2 pro Jahr für Industriezwecke erzeugt werden. Machbar seien in einer Großanlage mehrere hunderttausend Tonnen. Auf Basis der derzeit eingesetzten Technologie können 5 bis 10 Prozent des vorhandenen Rauchgases entnommen werden. Die EVN entwickelt aber bereits die nächste Generation einer CO2-Abscheideanlage. "Die EVN sieht CO2 als Wertstoff mit Zukunft", sagt Zach. Partner sind der zum A-Tec-Konzern gehörende Anlagenbauer AE&E, Proionic und die Montan Universität Leoben. Der Preis für CO2 für Industriezwecke liegt - je nach Qualität und Anforderung - bei 130 bis 150 Euro pro Tonne für Großkunden. (APA/red)
























