16.05.2012 06:04
Dämmstoffhersteller
Austrotherm übernimmt EPS-Werk in Bosnien
Mit dem Kauf des Werks des regionalen Produzenten "EPS i PUR" in Samac nahe der kroatischen Grenze wolle man die Position am Balkan weiter stärken.
Der Dämmstoffhersteller Austrotherm mit Sitz in Waldegg/Wopfing (Bezirk Wiener Neustadt) übernimmt ein zweites EPS-Werk in Bosnien-Herzegowina. Bereits seit 2008 hat das Unternehmen einen Produktionsstandort in Bihac. Mit dem Kauf des Werks des regionalen Produzenten "EPS i PUR" in Samac nahe der kroatischen Grenze wolle man die Position am Balkan weiter stärken, erklärte Austrotherm in einer Aussendung am Dienstag. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Mit dem zusätzlichen Werk erreiche man nicht nur eine Kapazitätserweiterung um 200.000 Kubikmeter EPS im Jahr, sondern der Standort liege auch "ideal, um auf kurzem Wege nach Ostkroatien zu exportieren", hieß es. Seit 2008 gibt es eine Vertriebsniederlassung in der kroatischen Hauptstadt Zagreb.
Der Dämmstoffmarkt am Balkan birgt nach Ansicht des Unternehmens noch viel Potenzial. "Obwohl sich die durchschnittliche Dämmdicke in Bosnien mittlerweile deutlich erhöht hat, entspricht sie erst rund der Hälfte des mitteleuropäischen Dämmstärken-Niveaus", so Geschäftsführer Peter Schmid. Auch die steigenden Energiepreise würden zur Qualitätssteigerung in der Baubranche beitragen.
Austrotherm hat über 18 Produktionsstandorte in zehn Ländern. 2011 erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 226 Millionen Euro und beschäftigte rund 800 Mitarbeiter. (APA)
























