14.06.2012 10:20
Druckmaschinenbau
Heidelberger Druck bleibt im Minus
Der weltgrößte Druckmaschinenbauer erwartet erst für das nächste Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen.
Nach der mittlerweile vier Jahre dauernden Verlustserie erwartet der weltgrößte Druckmaschinenbauer Heidelberger erst für das nächste Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen. "Wir liegen im Plan, um unsere angestrebten mittelfristigen Profitabilitätsziele zu erreichen", teilte der Konzern am Donnerstag vor der Bilanzpressekonferenz mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12 vergrößerte sich der Verlust des Branchenführers nochmals auf 230 Millionen Euro von 129 Millionen Euro im Vorjahr, da Heidelberger zum zweiten Mal binnen weniger Jahren Tausende Stellen abbaute.
Mitarbeiterzahl wird weiter sinken
Bis Mitte 2014 soll die Mitarbeiterzahl auf unter 14.000 Beschäftigte sinken und Heidelberger - mit verringerter Kostenbasis - die Rückkehr in die Gewinnzone ermöglichen. Vor fünf Jahren hatte der mit einem Marktanteil von rund 40 Prozent weltweit führende Hersteller von Bogendruckmaschinen für die Produktion von Broschüren, Verpackungen und Geschäftspost noch knapp 20.000 Beschäftigte.
Zahlreiche Aufträge auf der Drupa
Der Umsatz schrumpfte im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,3 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro, auch der Auftragseingang fiel mit 2,56 Milliarden Euro sieben Prozent schwächer als vor Jahresfrist aus. Das operative Ergebnis vor Sondereffekten verharrte mit drei Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Für das im April angelaufene neue Geschäftsjahr 2012/13 rechnet der Konzern mit einem deutlich positiven Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen, das im ersten Halbjahr jedoch noch von den Kosten der Messe Drupa und dem Anlauf neuer Produkte belastet sein werde. Im Geschäftsjahr 2013/14 sei dann wieder ein Überschuss erreichbar, stellte der Konzern in Aussicht.
Auf der alle vier Jahre stattfindende Messe Drupa holte Heidelberger viele neue Aufträge herein. "Für das erste Quartal im laufenden Geschäftsjahr geht das Unternehmen aufgrund des erfolgreichen Verlaufs der Drupa von einem Auftragseingang von über 800 Millionen Euro aus", teilte der Konzern weiter mit. Das sei der höchste Wert in den vergangenen vier Jahren. Das weltweite Druckvolumen steige derzeit leicht an, machte der Vorstand Hoffnung auf ein Ende der jahrelangen Talfahrt. (APA/Reuters)
























