14.07.2012 12:39

Druckmaschinenbau

Heidelberger Druck bleibt in den roten Zahlen

Investitionszurückhaltung der Kunden im Vorfeld der Drupa als Hauptgrund.

HeidelDruck
© Heidelberger Druckmaschinen AG

Heidelberger Druck hatte bereits Mitte Juni gewarnt, dass das Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 noch von den Kosten der Drupa und dem Anlauf neuer Produkte belastet sein werde.

Der weltgrößte Druckmaschinenbauer Heidelberger Druck ist im abgelaufenen Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Von April bis Juni stand beim Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen nach vorläufigen Zahlen ein Minus von rund 58 (Vorjahr minus 25) Millionen Euro, wie das deutsche Unternehmen am Freitagabend nach Börsenschluss mitteilte. Belastend hätten sich niedrigere Deckungsbeiträge aufgrund eines geringeren Umsatzvolumens sowie Messe- und Produktanlaufkosten ausgewirkt.

Auftragseingang zog an


Der Umsatz fiel im ersten Geschäftsquartal auf rund 520 (Vorjahr 544) Millionen Euro. Dieser Rückgang gegenüber dem Vorjahr und auch dem Vorquartal sei auf die Investitionszurückhaltung der Kunden im Vorfeld der Branchenmesse Drupa im Mai dieses Jahres zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Der Auftragseingang zog dagegen auf rund 890 (Vorjahr 665) Millionen Euro an und damit auf den höchsten Wert seit vier Jahren.

Seit vier Jahren in den roten Zahlen

Heidelberger Druck hatte bereits Mitte Juni gewarnt, dass das Ergebnis in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2012/13 (per Ende März) noch von den Kosten der Drupa und dem Anlauf neuer Produkte belastet sein werde. Der Branchenführer steckt bereits seit vier Jahren in den roten Zahlen fest. Bis Mitte 2014 soll die Mitarbeiterzahl auf unter 14.000 Beschäftigte sinken. Im kommenden Geschäftsjahr will das Unternehmen so die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. Im laufenden Geschäftsjahr erwartet der Druckmaschinenbauer, der unter anderem mit Koenig & Bauer konkurriert, lediglich ein deutlich positives Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen, wie der Vorstand nun bekräftigte. (APA/Reuters)

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