01.07.2011 08:55
EXKLUSIV-STUDIE
Umfrage zur Lage der Industrie: Balancieren lernen!
Das Wirtschaftsumfeld hat sich seit der Krise nachhaltig verändert: Die Beschaffungs-, Finanz- und Absatzmärkte beherrschen bislang gänzlich unbekannte Unwägbarkeiten. Wie geht die Industrie mit dieser Volatilität um? Die Unternehmensberatung Simon Kucher & Partners befragte im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN 200 Vorstände und Geschäftsführer produzierender Unternehmen nach ihren Strategien. Fazit: Die heimische Industrie hat durchaus konkrete Vorstellungen, wie sie Produktion und Absatz im Gleichgewicht hält. Von Rudolf Loidl
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Wer die Notierung von Industriemetallen wie Kupfer, Zink oder Blei der letzten 12 Monate betrachtet, dem kann leicht schwindlig werden: Eine Vervierfachung des Preises geht Hand in Hand mit kurzfristigen, bis zu zehnprozentigen Kurseinbrüchen. Nicht anders die Situation an den Finanzmärkten. Die Kurse für Fremdwährungen, die Risikoaufschläge für Staatsanleihen und Aktien steigen und fallen – je nach Nachrichtenlage – binnen Stunden in einem Tempo, das bislang unerhört war. Wenn am 5. Mai für einen Euro 1,49 Dollar gezahlt werden – und sich drei Tage später niemand mehr findet, 1,40 Dollar für einen Euro hinzulegen, dann besteht auch für alljene, die sich nicht hauptberuflich mit Spekulation beschäftigen, Handlungsbedarf.
Volatilität steigt weiter.
Die österreichische Industrie versucht, sich mit dem Zustand der stetig steigenden Unwägbarkeiten zu arrangieren, wie eine breit angelegte Studie, der Experten der Unternehmensberatung Simon Kucher & Partners, nahe legt. Für die Studie, die im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN durchgeführt wurde, sind rund 200 Geschäftsführer und Vorstände heimischer Industriebetriebe befragt worden). Die Ergebnisse der Studie sind deutlich: Für zwei Drittel der Befragten haben die Schwankungen, die ihr wirtschaftliches Handeln beeinflussen, in den letzten Monaten zugenommen. „Noch eindeutiger ist das Bild für die Zukunft – fast 80 Prozent der Unternehmenslenker rechnen mit einer Zunahme der Volatilität. Besonders intensiv nehmen dies kleine Unternehmen wahr“ sagt Harald Schedl, Studienverantwortlicher bei Simon Kucher & Partners.
Studie: The new Normal – Management in volatilen Zeiten
Autoren: Simon Kucher & Partners, im Auftrag von INDUSTRIEMAGAZIN
Erhebungsform: Schriftliche Befragung
Befragte/Rezipienten: Vorstände, Geschäftsführer und Bereichsleiter
Rücklauf:172 Fragebögen
Branchen: Maschinenbau (15 Prozent), Metallerzeugung (12 Prozent), Elektrotechnik (6 Prozent), Automobilindustrie (3 Prozent), sonstige (industrielle Dienstleister etc.) 53 Prozent
Mitarbeiteranzahl: unter 50 Mitarbeiter (25 Prozent), 50-500 Mitarbeiter (28 Prozent), über 500 Mitarbeiter (35 Prozent).
Umsatzverteilung: unter 10 Millionen Euro (24 Prozent), über 500 Millionen Euro (20 Prozent)
Erhebungszeitraum: Juni 2011
Erhebungsland: Österreich
Die Studie mit allen Auswertungen im Detail kann unter folgender E-Mail-Adresse bestellt werden: harald.schedl@simon-kucher.com
Seite 2: Umfrage zur Lage der Industrie: mehr Volatilität - Chance oder Risiko?

























