07.10.2010 10:40
Elektronik
Infineon: Villacher machen sich für neue Autorichtlinie fit
Infineon will seine Aktivitäten für Reifendruck-Sensoren in Österreich bündeln, wovon das Entwicklungszentrum des Konzerns in Graz profitieren könnte. Dies berichtete die "Kleine Zeitung" in ihrer Mittwoch-Ausgabe. Die Entwicklung soll in Graz erfolgen, die Herstellung in Villach, wozu auch neue Mitarbeiter aufgenommen werden sollen. Die Investitionen wurden von Infineon Österreich-Chefin Monika Kircher-Kohl mit neun Millionen Euro beziffert.
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Für die Fertigung wird ab 2012 mit einem kräftigen Marktschub gerechnet, da ab 2014 in der EU alle Neuwagen Reifen-Sensoren haben müssen. Ziel der permanenten Druckmessungen an den Reifen ist höhere Sicherheit, weniger Spritverbrauch und dadurch weniger Schadstoffausstoß. Kircher-Kohl erwartet bis 2015 einen weltweiten Bedarf von 50 Mio. Stück solcher Chips. Dies entspricht einer Verdoppelung gegenüber den aktuellen Zahlen, wobei Infineon rund 50 Prozent Marktanteil anpeilt, so die Zeitung. Eine Bestätigung der Meldung durch Infineon gab es vorerst nicht.
USA Vorreiter
In den USA als weltweit wichtigster Markt sind Reifendruck-Sensoren seit 2005 in Neuwagen vorgeschrieben. Rund 38 Prozent der in diesem Bereich eingesetzten Chips kommen von Infineon. Der Unterschied zwischen USA und EU: Die Europäer wollen die Chips an der Felge einsetzen und nicht im Reifen wie die Amerikaner. Für diese kontaktlosen Chip-Technologien ist das Development Center Graz weltweites Kompetenzzentrum innerhalb des Infineon-Konzerns. Entwickelt werden hier etwa Chips für elektronische Ausweise, aber auch RFID-Chips, die vor allem in der Warenlogistik verwendet werden. (APA/red)
























