10.03.2010 08:12
Energiedienstleister
Tiwag will sich von EnBW-Verträgen loseisen
Die Tiroler Wasserkraft steigt aus einem bis 2017 laufenden Vertrag mit Energie Baden-Württemberg aus - der Austausch von Spitzenstrom wird damit obsolet.
In den 90er Jahren war ein Vertrag zwischen den beiden Energieerzeugern über den Austausch von 50 Prozent Spitzenstrom aus dem Kraftwerk Sellrain Silz gegen eine größere Menge Grundlaststrom aus dem Kraftwerk Heilbronn in Baden-Württemberg geschlossen worden. Die Bundeswettbewerbsbehörde gab am Dienstag eine "Zusammenschlussmeldung" bekannt. Darin hieß es, dass die Tiwag die Auflösung ihres langfristigen Vertrages mit der EnBW über 50 Prozent an der in ihrem Alleineigentum stehenden Kraftwerksgruppe Sellrain-Silz beabsichtige. Kritik an diesen Verträge hatte es in der Vergangenheit von den Tiroler Grünen gegeben, die den "sukzessiven Ausstieg der Tiwag aus Atomstromverträgen mit der deutschen EnBW" gefordert hatten. Die EnBW ist in Österreich an der EVN beteiligt und mit einem Anteil von rund 37 Prozent zweitgrößter Aktionär nach dem Land Niederösterreich. (APA/red)










