08.09.2010 05:14

Energiedienstleister

Verbund-Chef Anzengruber: "Haben konkrete Offerte für Innkraftwerke"

Beim Verbund sind bereits einige Angebote für den Erwerb von Anteilen an der Innkraftwerksgesellschaft eingelangt - alle aus dem Ausland. Konzernchef Wolfgang Anzengruber sagte am Dienstag, es stünden jetzt noch 26,5 Prozent zur Disposition - samt schon erfolgten Verkäufen in Summe 30 Prozent. Über die Bühne gehen sollen die Verkäufe in zwei, drei größeren Tranchen bis zum 2. Quartal 2011.

Der Verbund hatte die 13 Innkraftwerke erst im Juni 2009 von E.ON übernommen und beschloss dann einen Teilverkauf. Preisbasis sei der seinerzeitige Kaufpreis von 1,3 Mrd. Euro plus Verzinsung. An eine Beteiligung von Landesversorgern an Verbund-Gesellschaften sei nicht gedacht, auch nicht zusätzlich bei AHP oder ATP, wo bereits andere EVU mit an Bord sind. Denkbar sei jedoch wie schon bisher eine Beteiligung lokaler Versorger an einzelnen Kraftwerksprojekten.

Drei konkrete Angebote

Zu der Innkraftwerksgesellschaft sagte der Verbund-Chef, dass derzeit drei konkrete Angebote vorlägen, zu denen nun weitere Gespräche geführt würden. Darunter sei "überhaupt kein österreichisches Angebot", auch seien "die Wiener da nicht dabei", so der Verbund-Chef auf eine entsprechende Frage. Ohne neue Bewertung sei der Prozess bis Ende des 1. Quartals 2011 offen, "der Preis, die Bewertung liegt ja durch unseren seinerzeitigen Kauf da". Dass der Verbund, wie mehrfach kritisiert, die 13 Innkraftwerke im Vorjahr von der E.ON zu teuer gekauft haben könnte, wies Anzengruber zurück: Der Verbund habe bei diesen Laufkraftwerken 4,2 Mio. Euro pro installierter MW gezahlt, heute würden vergleichbare Laufkraftwerke für 6 Mio. Euro je MW gebaut, etwa an der Salzbach 14 MW für 86 Mio. Euro. 3,4 Prozent der Innkraftwerke hat der Verbund heuer im Sommer an eine Gesellschaft bayerischer Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen abgegeben.

Außerordentliche HV


Für die bevorstehende Mega-Kapitalerhöhung des Verbund mit einem erwarteten Erlös von rund 1 Mrd. Euro, die die Aktionäre am 24. September in einer außerordentlichen Hauptversammlung absegnen sollen, rechnet Anzengruber damit, dass die am Verbund beteiligten Landes-EVU "großteils mitziehen". Den Antrag auf Kapitalerhöhung würden alle drei Landesversorger unterstützen, ob diese dann auch voll mitziehen würden, stehe für ihn noch nicht fest. Grundsätzlich hoffe er auf eine Erhöhung des Free-Floats, so Anzengruber. Außer der Republik Österreich (51 Prozent) sind EVN und Wiener Stadtwerke mit je 13 Prozent und die Tiroler Tiwag mit 7,3 Prozent beteiligt.
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WKN 74640
ISIN AT0000746409
WEB http://www.verbund.at
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APA0213 2010-09-07/11:53

071153 Sep 10



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