16.03.2011 08:45

Expansion

Deutscher Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister plant Kapitalerhöhungen

Der deutsche Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister will sein Kapital in zwei Schritten erhöhen und mit dem Erlös seine Schulden senken. Zunächst solle das Grundkapital um zehn Prozent erhöht werden, teilte das Bielefelder Unternehmen am Dienstagabend mit. Sämtliche neue Aktien würden vom Kooperationspartner Mori Seiki aus Japan zum Preis von 18,22 je Anteilsschein gezeichnet. Der Netto-Emissionserlös werde rund 83 Millionen Euro betragen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre sei ausgeschlossen.

Werkzeugmaschine
© Gildemeister

Der deutsche Werkzeugmaschinenbauer Gildemeister will sein Kapital in zwei Schritten erhöhen und mit dem Erlös seine Schulden senken. Zunächst solle das Grundkapital um zehn Prozent erhöht werden, teilte das Bielefelder Unternehmen am Dienstagabend mit. Sämtliche neue Aktien würden vom Kooperationspartner Mori Seiki aus Japan zum Preis von 18,22 je Anteilsschein gezeichnet. Der Netto-Emissionserlös werde rund 83 Millionen Euro betragen. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre sei ausgeschlossen.

Darüber hinaus sei geplant, in Abhängigkeit vom aktuellen Kapitalmarktumfeld zeitnah eine weitere Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Aktionäre durchzuführen. Auch daran werde sich Mori Seiki beteiligen. Das Volumen dieser Kapitalerhöhung würde wohl 20 Prozent des dann bestehenden Grundkapitals umfassen. Gildemeister plane, den Nettoemissionserlös aus beiden Kapitalerhöhungen ganz überwiegend zur Rückführung von Finanzverbindlichkeiten und damit zur Stärkung der Eigenkapitalbasis einzusetzen, hieß es.

Firmenchef Rüdiger Kapitza hatte schon im November in einem Reuters-Interview erklärt, Mori Seiki als Ankerinvestor gewinnen zu wollen. Auch die jetzt bekanntgegeben Pläne zur Erhöhung des Kapitals hatte er skizziert. Damals hatte der Konzern Schulden von rund 300 Millionen Euro. Gildemeister ist im Börsensegment MDax notiert. Am Dienstag gaben die Papiere 8,8 Prozent nach und schlossen mit 14,32 Euro.
Im Februar hatte der Konzern mitgeteilt, nach überstandener Wirtschaftskrise wieder auf Wachstumskurs einzuschwenken. Nach kräftigen Zuwächsen 2010 wird auch in den kommenden Jahren eine dynamische Entwicklung erwartet. 2010 hatte Gildemeister seinen Umsatz auf knapp 1,4 Milliarden Euro gesteigert. (APA/red)

leaderboard,skyscraper,rectangle_300_250,banner_234,banner_468,widget_200_100,widget_200_200
group=7,service_id=1