29.05.2012 08:53
FMMI
KV: Kollektive Unruhe
Der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie will erstmals separate kollektivvertragliche Verhandlungen führen. Die Gewerkschaft schäumt – und spricht vom Ende der Sozialpartnerschaft.
Als durchschaubares Spiel. Als solches wertet die Gewerkschaft PRO-GE den Vorstoß des Fachverbands der Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI). Ende April gab der Verband seinen Verhandlungspartnern auf der Arbeitnehmerseite, PRO-GE und GPA, bekannt, in Zukunft „eigenständige und direkte“ kollektivvertragliche Verhandlungen führen zu wollen.
Tobende Gewerkschaften
Begründet wurde das eher lapidar: „Geänderte Rahmenbedingungen“ und die „spezifischen Bedürfnisse der Branche“ würden diesen Schritt „notwendig machen“, verlautbarte Christian Knill, stellvertretender Obmann des FMMI. Die Gewerkschaften tobten – auch weil der Fachverband inhaltliche Verhandlungen „noch vor dem Sommer“ vorschlug.
PROGE-Bundesvorsitzender Rainer Wimmer wertet das „als eindeutige Strategie, die Arbeitnehmer auseinanderzudividieren und zu schwächen“. In der Herbstlohnrunde 2011 wurde für heuer eine durchschnittliche Lohnerhöhung von 4,2 Prozent vereinbart. Die Metallindustrie kostet der Abschluss 300 Millionen Euro – Industrievertreter waren nachhaltig verstimmt. „Nun sollen die Beschäftigten dafür die Zeche zahlen“, glaubt Wimmer. Die Gewerkschaft werde das aber „nicht kampflos hinnehmen“.
























