11.05.2012 13:46

Fahrzeugbau

Empl erwartet Rekordumsatz

Der Tiroler Fahrzeugbauer rechnet für 2012 mit dem besten Geschäftsjahr seit Bestehen. Der wesentliche Exportmarkt bleibt der Mittlere Osten.

Empl
© Empl Austria

Bei den Feuerwehrfahrzeugen hat Empl im Export gut Fuß gefasst, das Geschäft sei in diesem Bereich "extrem ansteigend",

Der Fahrzeugbauer Empl mit Stammsitz in Kaltenbach im Tiroler Zillertal erwartet für das Jahr 2012 einen "Rekordumsatz" von rund 110 Millionen Euro, sagte Geschäftsführer Herbert Empl gegenüber der APA am Freitag am Rande eines Pressegesprächs anlässlich des Spatenstichs für eine sechs Millionen Euro teure "Technologieschmiede" in Uderns im Bezirk Schwaz. Damit werde man voraussichtlich das Jahr 2009 als bis dato ergebnismäßig bestes Geschäftsjahr übertreffen.

Fokus Naher Osten

Für das laufende Geschäftsjahr rechne das Unternehmen mit einem Exportanteil von rund 67 Prozent, der Mittlere Osten bleibe nach wie vor der Hauptexportmarkt, erklärte Empl. "Wir sind vor allem in den Ländern wie Abu Dhabi, Oman, Kuwait, Katar und Saudi Arabien tätig", erläuterte er. Man habe etwa aus der Region gerade erst wieder einen Auftrag über 400 Fahrzeuge - darunter Pritschen, Schlepp- und Kranfahrzeuge - an Land ziehen können.

Weiters arbeite man gerade an sogenannten Aufbauten für insgesamt 450 Logistik-Fahrzeuge, die anschließend nach Algerien transportiert werden sollen, sagte der Geschäftsführer. Auch einen größeren Auftrag aus Vietnam habe man erhalten. Zudem habe man den südamerikanischen Markt im Visier, beispielsweise mit Feuerwehrfahrzeugen für Brasilien, sagte Empl, dessen Unternehmen rund 420 Mitarbeiter beschäftigt - davon 285 im Zillertal. Die Geschäfte in Libyen seien im vergangen Jahr wegen der Kämpfe im Zuge des Arabischen Frühlings "tot" gewesen. Sie würden erst jetzt langsam wieder anlaufen, meinte der Unternehmer.

"Extremer Anstieg" bei Feuerwehrfahrzeugen

Bei den Feuerwehrfahrzeugen habe man im Export gut Fuß gefasst, das Geschäft sei in diesem Bereich "extrem ansteigend", erklärte er. Ein Grund dafür sei, dass die Industriebetriebe in Europa immer mehr dazu übergingen, ihre "Feuerwehrbereiche outzusourcen". Die Stückzahl der Feuerwehrfahrzeuge sei dabei "gar nicht so groß" und belaufe sich auf rund 200 pro Jahr. Insgesamt würden knapp 2.000 Spezialfahrzeuge jährlich die Empl Werke verlassen, teilte Empl mit, der zusammen mit seinen beiden Brüdern das Unternehmen leitet.

Gewerbepark Uderns soll noch heuer starten

Bei der "Technologieschmiede" in Uderns handle es sich um einen Gewerbepark, der neben einer eigenen Produktionsstätte und Fahrzeugteststrecke auch drei Zulieferanten beherbergen werde. Im Oktober 2012 soll die Anlage bereits in Betrieb genommen werden, kündigte der Unternehmer an. Eine weitere Investition für heuer stelle die 850.000 Euro teure, "größte Photovoltaik-Anlage Tirols" dar, die auf den Werksdächern in Kaltenbach montiert werden soll. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen "der führende österreichische Hersteller auf dem Gebiet von maßgeschneiderten Sonderaufbauten auf Lkw-Fahrgestelle, Anhänger, Sattelauflieger und Feuerwehrfahrzeuge". (APA)

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