21.06.2010 09:32
Firmenübernahmen
Krisen-Studie: Betriebe schieben Firmenübernahmen auf die lange Bank
Die angespannte wirtschaftliche Situation hat sich 2009 auf Firmenfusionen und -übernahmen ausgewirkt. Die Zahl der Zusammenschlüsse und Zukäufe am heimischen M&A-Markt fiel mit 247 Transaktionen auf den niedrigsten Stand seit 1999 (2008: 314), so das Ergebnis einer Studie des ACS Aquisition Services Wien, erschienen im "Bank-Archiv" der Bankwissenschaftlichen Gesellschaft.
Der gesamte Transaktionswert ging um 16,6 Prozent auf 11,03 (13,22) Milliarden Euro zurück, so das Im Rekordjahr 2007 hat es in Österreich demnach noch 455 M&A-Transaktionen gegeben, mit einem Transaktionswert von in Summe 28,3 Milliarden Euro. Von den 247 Transaktionen des Vorjahres hatten mit 166 mehr 67 Prozent einen grenzüberschreitenden Konnex. 2008 lag der Anteil bei 70 Prozent. Dieser Anteil blieb somit nach wie vor sehr hoch.
Sanierungsfälle im Hoch
"Auch wenn die Auftragsbücher der Industrie sich langsam wieder erholen, müssen wir uns wahrscheinlich auf eine längere Durststrecke geringerer Aktivität einstellen", meint ACS-Geschäftsführer Manfred Moschner. Nur Sanierungsfälle dürften wieder etwas zunehmen. Die meisten grenzüberschreitenden M&A-Transaktionen wurden mit Deutschland (65) abgeschlossen, gefolgt von den USA (21), der Schweiz (13), Italien (9) und Frankreich (5). 2009 waren nur mehr 39 verschiedenen Nationen in solche Geschäfte involviert, 2007 waren es noch 50, 2008 noch 40. Deutlich zurückhaltend agierten die österreichischen Käufer im CEE-Raum.
Einzelhandel vorn
Die Branche mit den meisten Transaktionen war der Einzelhandel (22). Die Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung konnte mit 15 Transaktionen als einzige Branche ihre Vorjahreszahl überbieten, alle anderen Branchen weisen ein signifikant niedrigeres Niveau aus. Im Software/Datentechnik-Bereich ab es 15 Transaktionen, 14 bei sonstigen Dienstleistungen, jeweils 13 bei Immobiliengesellschaften und im Fahrzeugbau/Zulieferindustrie. (APA/red)
























