22.05.2012 13:56
Glücksspielautomaten
Novomatic bleibt auf der Gewinnerseite
Der Automatenkonzern steigert 2011 Umsatz und Gewinn und beschäftigte mehr Mitarbeiter als im Vorjahr. Von der neuen Niederlassung in Florida aus will Novomatic in Zukunft vor allem den lateinamerikanischen Markt stärker bearbeiten, plant aber auch einen vorsichtigen Markteintritt in den USA.
Der niederösterreichische Automatenkonzern Novomatic ist 2011 weiter gewachsen. Der Umsatz legte um 17,2 Prozent auf 1,387 Milliarden Euro zu - ein neuer Höchstwert. Umsatztreiber waren vor allem die eigenen Glücksspielbetriebe (+19,5 Prozent), aber auch das Geschäft mit der Automatenvermietung zog an (+7,4 Prozent). In Zukunft will Novomatic den lateinamerikanischen Markt noch stärker beackern und gründet dafür eine Zentrale in Florida, sagte Konzernchef Franz Wohlfahrt am Montag bei der Bilanzpressekonferenz.
"Behutsamer Markteintritt" in USA
Die Firmengründung sei "gerade in Entwicklung", ein Werk habe man "schon in Aussicht". Fürs erste investieren die Niederösterreicher rund 20 Millionen Euro, weiteres Geld werde "je nach Maßgabe" fließen. In den USA selbst plane man lediglich einen "behutsamen Markteintritt", sei doch hier das regulatorische Umfeld schwierig. Hauptsächlich sollen von Miami aus weitere Potenziale in Lateinamerika ausgelotet werden; es geht dabei auch um Sparen beim Zoll.
Novomatic ist in Chile bereits seit 2009 an einem Casino in der Nähe von Santiago de Chile beteiligt. Die Spielbank Monticello werfe mittlerweile Bruttospielerträge von 140 Millionen Dollar im Jahr ab, was einem Marktanteil von rund 30 Prozent entspreche. In das Resort kämen rund 120.000 Besucher pro Jahr. Wohlfahrt hofft, dass Chile bald auch das Automatenspiel reguliert.
Probleme in Mexiko und Peru
In Mexiko haben dem Automatenkonzern regulatorische Änderungen im Vorjahr hingegen zu schaffen gemacht. In der zweiten Jahreshälfte sei es zu einem "Umsatzeinbruch hinsichtlich der verkauften Geräte" gekommen, wie es im bereits seit Ende April vorliegenden Geschäftsbericht heißt. Der Verkaufsumsatz sei auf 9,4 Millionen Euro nach 14,5 Millionen Euro abgesackt. Auch in Peru seien die Verkaufsumsätze mit 8,8 Millionen nach 18,6 Millionen Euro "hinter den Erwartungen" geblieben. In den eigenen Glücksspielbetrieben seien die Automatenumsätze wegen des Rauchverbots "geringfügig" auf 16,7 Millionen Euro gesunken.























