03.02.2011 10:01

Halbleiterindustrie

Infineon-Aktienrückkauf: "Haben nichts zu verschenken"

Infineon will beim geplanten Aktienrückkauf mit seinem Geld haushalten. "Wir haben sicher nicht vor, bei einem steigenden Aktienkurs riesige Mengen zurückzukaufen", sagte Vorstandschef Peter Bauer am Mittwochabend im Club Hamburger Wirtschaftsjournalisten. Deutschlands größter Chipkonzern will sich von der Hauptversammlung am 17. Februar einen Aktienrückkauf für einen Zeitraum von fünf Jahren genehmigen lassen.

Bauer machte deutlich, dass Infineon den Aktienrückkauf nicht zur Abwehr möglicher Übernahmeversuche plane. Er sehe den Konzern nicht in der Gefahr, von einem Konkurrenten geschluckt zu werden. Vielmehr sehe er Infineon eher in der Rolle eines Übernehmers. "Wir sind eigentlich schon der Hai und die anderen die Goldfische", sagte Bauer.

Wachstum in China

Infineon werde weiter in China wachsen. Der Umsatzanteil des Asiengeschäfts von derzeit etwa 40 Prozent solle binnen fünf Jahren auf 45 Prozent steigen, langfristig werde der Anteil bei 50 Prozent liegen. Infineon profitiert davon, dass die Nachfrage der Chinesen nach mit Elektronik vollgepackten Luxusautos boomt. Dieser Trend werde auf absehbare Zeit anhalten, prognostizierte Bauer. Der Ausstattungsgrad der chinesischen Autos mit Elektronik werde weiter um mindestens sechs Prozent im Jahr steigen. (APA/red) 

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