22.05.2012 05:30

Holz

Pellets: Der Markt wächst weiter

In Österreich wurden 2011 um 28 Prozent mehr Heizkessel verkauft. Die Pelletproduktion soll heuer eine Million Tonnen erreichen.

Die Pelletsbranche ist weiter auf Wachstumskurs. Die kleinen gepressten Holzstückchen werden in Europa außer in Heizungen zunehmend auch für die Stromerzeugung als Beimischung in Kohlekraftwerken verwendet, sagte Christian Rakos, Geschäftsführer des Interessenverbandes ProPellets Austria und Präsident des European Pellets Council, im Gespräch mit der APA. Eine Konkurrenz für den Wärmemarkt sieht er dadurch nicht, es gebe ausreichende Mengen am Markt. In Österreich stieg im Vorjahr die Zahl der verkauften Pelletsheizkessel um 28 Prozent auf über 90.000. Für heuer rechnet Rakos erneut mit Zuwächsen von rund 30 Prozent.

Eingesetzt werden Pellets hierzulande zunehmend auch in größeren Anlagen, wie etwa Hotels, mehrgeschossigen Wohnbauten, Kindergärten oder öffentlichen Gebäuden. Im ersten Quartal 2012 gab es gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei den Großkesseln einen Zuwachs von 45 Prozent. Im Vorjahr entfiel rund ein Drittel des Zuwachses bei der installierten Leistung auf größere Verbraucher. Für Rakos kommt dies angesichts der derzeitigen Ölpreise nicht überraschend, die Amortisationszeit einer Pelletsheizung für ein Hotel oder einen Gasthof liege bei drei bis vier Jahren.

5 Millionen Euro im Fördertopf

Deutliche Zuwächse gebe es auch bei den Pellet-Kaminöfen, die auch im wichtigen Exportmarkt Italien eine große Rolle spielen. Die Hersteller sprächen laut Rakos in diesem Bereich von 30 bis 70 Prozent Marktwachstum.


Subventionen für private Pelletsheizungen bieten die meisten Bundesländer und der Klima- und Energiefonds: Dieser fördert den Umstieg von einer Ölheizung heuer mit 1.000 Euro pro Anlage. Insgesamt sind dafür heuer 5 Millionen Euro im Topf.

Der Pelletsverbrauch dürfte heuer in Österreich auf 840.000 Tonnen steigen, nach 710.000 Tonnen im Vorjahr. Die Produktion wird mit 1 Million Tonnen prognostiziert, nach 940.000 Tonnen. Österreich ist nach Deutschland und Schweden der drittgrößte Pellets-Produzent in der EU.

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