11.05.2012 09:32

Industrieelektronik

ATB mit EBIT-Sprung

Die ehemalige A-Tec-Tochter hat im Q1 bei annähernd gleichem Umsatz das operative Ergebnis um 50 Prozent gesteigert. Der Nettogewinn brach gleichzeitig um 20 Prozent ein.

Die im Besitz der chinesischen Wolong-Gruppe stehende ehemalige A-Tec-Tochter ATB Austria Antriebstechnik AG hat im ersten Quartal 2012 bei nahezu gleichbleibendem Umsatz ein deutlich höheres Betriebsergebnis (EBIT) erzielt. Der Umsatz erhöhte sich leicht um 1,8 Prozent auf 91,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis stieg um 50,5 Prozent auf 6,8 Millionen Euro, wodurch auch die Marge auf 7,5 Prozent (nach 5,0 Prozent) zulegte, gab das Unternehmen am Freitag ad hoc bekannt. Der Nettogewinn (Periodenergebnis) brach dagegen um 20 Prozent auf 3,1 Millionen Euro ein. Die Zahlen sind ungeprüft, die Vergleichsperiode 2011 wurde angepasst. Für 2012 geht das Management unverändert von einem Umsatzanstieg von 10 Prozent aus.

Projektmotoren gut entwickelt

Verbesserte Lieferzeiten und die gute Marktlage in den Segmenten Chemie, Öl und Gas sowie Energie resultierten in einer positiven Entwicklung des Bereichs Projektmotoren, heißt es in der Pflichtmitteilung. Der Umsatz in dieser Sparte erhöhte sich um 12,1 Prozent auf 46,8 Millionen Euro. Der Umsatz im Bereich Industriemotoren reduzierte sich hingegen um 7,5 Prozent auf 45,3 Millionen Euro. Dieser Geschäftszweig sei kundenseitig von konjunkturell frühzyklischen Branchen beeinflusst.

Leichter Rückgang der Aufträge

Der Auftragseingang der ATB Gruppe erreichte im ersten Quartal 89,2 Millionen Euro (nach 91,8 Millionen Euro). Der Rückgang sei auf die schwache Konjunktur zu Jahresende 2011 und auf einen damit verbundenen Rückgang im Bereich Industriemotoren zurückzuführen. Der Auftragsstand lag zum Stichtag 31. März 2012 mit 129,5 Millionen Euro leicht über dem Vergleichswert des Vorjahres (128,6 Millionen Euro).

Zum Stichtag 31. 3. 2012 beschäftigte die ATB Gruppe insgesamt 3.573 Mitarbeiter. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 3.959 gewesen. Die Reduktion um 386 Personen sei "auf Anpassungen" im Laufe des Jahres 2011 zurückzuführen. (APA)

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