06.06.2012 08:30

Industriekonjunktur

Deutsche Industrie: Auftragseinbruch

Im April sanken die Bestellungen der deutschen Industrie um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Zwar fällt der Zweimonatsvergleich deutlich besser aus, doch im April brach das Neugeschäft aus dem Ausland um 3,6 Prozent ein - am schlimmsten war das Minus bei Bestellungen aus Ländern außerhalb des Euro-Gebietes mit -4,7 Prozent.

Industie Hersteller Unternehmen Konjunktur Symbol
© APA

Deutsche Maschinenbauer und andere Hersteller von Investitionsgütern meldeten ein Minus von 3,3 Prozent. Stahlfirmen und andere Produzenten von Vorleistungsgütern schafften ein Orderplus von 0,9 Prozent.

Im Sog der weltweiten Konjunkturflaute brechen der deutschen Industrie die Aufträge weg. Ihre Bestellungen sanken im April um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das deutsche Wirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte. Dies ist der stärkste Einbruch seit November 2011. Ökonomen hatten nur ein Minus von 1,0 Prozent erwartet.

Allerdings fiel das Plus im März mit 3,2 Prozent um einen vollen Prozentpunkt höher aus als ursprünglich angenommen. Das Ministerium wertete den Auftragseinbruch im April daher auch als "Rückprall nach den kräftigen, durch Sonderfaktoren überzeichneten Zuwachs an Bestellungen im Vormonat". Die Zahl der Großaufträge sei unterdurchschnittlich.


Weit positiver fällt der Zweimonatsvergleich aus: Im Zeitraum März/April nahmen die Orders gegenüber Jänner/Februar deutlich um 2,6 Prozent zu. Das Auftragsvolumen liege im April trotz des Rückgangs saisonbereinigt zudem über dem Stand des ersten Quartals, teilte das Ministerium von Ressortchef Philipp Rösler (FDP) mit.

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