12.09.2012 14:07

Insolvenz

Alumelt ist insolvent

Die steirische Aluminium- und Metallschmelze ist mit über 6 Millionen Euro überschuldet.

Die im obersteirischen Eisenerz (Bezirk Leoben) ansässige Aluminium- und Metallschmelze Alumelt GmbH musste am Handelsgericht Leoben Insolvenz anmelden. Die Überschuldung beträgt rund 6,39 Millionen Euro, betroffen sind 34 Dienstnehmer und rund 240 Lieferanten, wie die Kreditschützer AKV, KSV und Creditreform am Mittwoch meldeten. Beantragt wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, mit der Eröffnung sei in den nächsten Tagen zu rechnen, eine Weiterführung wird angestrebt, hieß es. Laut Sanierungsplan soll den Gläubigern vorerst eine Quote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren angeboten werden.

Probleme mit der Nachbarschaft


Die Gesellschaft betreibt das Umschmelzen von Metallen und Sekundäraluminium, mit Konzentration auf ein umweltfreundliches Recycling. Die Firma wurde Anfang 2010 gegründet, aber erst im Herbst in Betrieb genommen. Erst gegen Ende 2011 wurde schließlich die behördliche Genehmigung für einen zweijährigen Versuchsbetrieb ausgestellt. Es dürfte jedoch aufgrund von Nachbarschaftsbeschwerden immer wieder zu Betriebsschließungen gekommen sein, welche vom Unternehmen nach eigenen Angaben erfolgreich bekämpft wurden, so der AKV. Durch diese Schließungen soll Alumelt einen Umsatzentgang von rund 5 Millionen Euro erlitten haben.

Weiterführung wird angestrebt

Neben diesen Verzögerungen sollen sich auch die Preisentwicklungen am Rohstoffmarkt negativ ausgewirkt haben. Im Falle einer Weiterführung geht man von der Erwirtschaftung eines Überschusses aus, weiters sei durch die Erfüllung einzelner Auflagen das Risiko weiterer Schließungen weggefallen. Zudem könne man auf moderne Anlagen und eine innovative Geschäftsidee bauen. Es sollen Kostensenkungsprogramme durchgeführt werden.

Laut Kreditschützern stehen Passiva von 13,31 Millionen Euro Aktiva von rund 6,91 Millionen Euro gegenüber, die Überschuldung beläuft sich auf 6,39 Millionen Euro. Von den Verbindlichkeiten entfallen rund 7 Millionen Euro auf Banken und rund 3,3 Millionen Euro auf Leasingverbindlichkeiten. Den Lieferanten wird ein Betrag von 1,7 Millionen Euro geschuldet, der Rest verteilt sich auf offene Dienstnehmeransprüche und öffentliche Abgaben. (APA)

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