04.06.2012 06:38

Interview

Leo Windtner: „Es geht um’s Eingemachte“

Energie-AG-Chef Leo Windtner im Interview über harte Verhandlungen mit Gas-Vorlieferanten, seine Lehren aus der Krise, politische und rechtliche Marktunsicherheiten und überschießende Klimaziele.

INDUSTRIEMAGAZIN: Die Energie AG hat ein erstes Geschäfts-Halbjahr hinter sich. In welchen Sparten haben Sie welchen Grad der Zufriedenheit erreicht?

Leo Windtner: Im gesamten Energiebereich machen uns allen nach wie vor der hohe Gaspreis und der relativ niedrige Strompreis zu schaffen. Das Thema der Gasverstromung ist für alle Unternehmen mehr als eine Herausforderung – es ist im Grunde eine nicht zu bewerkstelligende Aufgabe. Der Spark-Spread ist zurzeit derartig schlecht, dass wir mit der wirtschaftlichen Ertraglichkeit echte Probleme haben. Aber das geht ja allen Energieversorgern so.

Wie sehr trifft Sie das?
Windtner: Es bedeutet, dass wir, was die Gasverträge betrifft, in Neuverhandlungen mit den Vorlieferanten werden treten müssen. Sonst wird die Gasverstromung zum Erliegen kommen.

Das klingt aber nach eher harten Verhandlungen ...
Windtner: Ja, da geht es um’s Eingemachte. Das sind existenzielle Fragen. Der Markt hat sich dramatisch verändert, und diese Dramatik müssen wir in die Verhandlungen sicherlich einfließen lassen.

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Leo Windtner: „Es geht um’s Eingemachte“
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