15.03.2012 09:53

Kartonherstellung

Mayr-Melnhof hält Faltschachtelgeschäft stabil

Mayr-Melnhof hat im Jahr 2011 kräftig zugelegt. Das vierte Quartal ist aber deutlich schwächer ausgefallen, der Ausblick fällt verhalten aus. Das Management rechnet damit, dass sich der Druck auf die Margen erhöhen wird, eine Ergebnisprognose wurde wegen der "Kurzfristigkeit des Geschäfts" am Donnerstag nicht gegeben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr steigerte Mayr-Melnhof den Umsatz um 10,2 Prozent auf 1,96 Mrd. Euro. "Dieser Zuwachs resultiert im Wesentlichen aus höheren Verkaufspreisen in beiden Divisionen und der Integration des Faltschachtelstandortes Marinetti, Chile", teilte das Unternehmen ad hoc mit. Das betriebliche Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 5,3 Prozent auf 170,9 Mio. Euro, der Jahresüberschuss um 7,5 Prozent auf 118,7 Mio. Euro. Damit hat Mayr-Melnhof beim Ergebnis die Analystenerwartungen übertroffen.

Faltschachtelgeschäft stabil

Zukunft dürfte aber nicht mehr so rosig werden. Schon in der zweiten Jahreshälfte 2011 hatte Mayr-Melnhof im Kartongeschäft mit rückläufigem Auftragseingang und Ergebnisbeitrag zu kämpfen, "da die Kunden Lagerbestände abbauten und zunehmen vorsichtiger disponierten". Das Faltschachtelgeschäft hingegen entwickelte sich stabil. Deutliche Rückgänge musste Mayr-Melnhof im vierten Quartal hinnehmen, und zwar sowohl gegenüber dem Vorjahreszeitraum als auch gegenüber dem dritten Quartal. Die Umsätze schrumpften auf 460,8 Mio. nach 463,2 Mio. Euro im vierten Quartal 2010 bzw. nach 510,6 Mio. Euro im dritten Quartal 2011. Das betriebliche Ergebnis sank im Jahresabstand auf 35,5 Mio. nach 39 Mio. Euro, der Überschuss reduzierte sich auf 26,8 Mio. nach 27,2 Mio. Euro. (APA/red)

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