Währenddessen bauen halbtotalitäre Systeme – China, Russland – in straff organisierter Form, unter rücksichtsloser Nutzung marktwirtschaftlicher Verfahren harte Konkurrenz auf. Ohne die überlegene humanitäre Qualität der demokratischen Systeme in Zweifel zu ziehen: Im Zusammenhang mit ihrer Problemlösungsfähigkeit ist eine ganze Reihe von Fragezeichen angebracht. Warum hat sie nicht rechtzeitig Alternativen entwickelt, anstatt das an seine Grenzen stoßende System des Neoliberalismus stereotyp zu verteufeln? Warum findet man immer mehr mediokre Gestalten in den Reihen der Parlamentarier und Regierungsmitglieder? Warum haben gerade jene Parteien Zulauf, die das irreale Blaue vom Himmel versprechen? Warum scheitern verantwortungsbewusste Politiker, die rechtzeitig Maßnahmen im Interesse der Zukunft, der Kinder, propagieren? Die Gründe dafür sind komplex und sollen einer eigenen Betrachtung vorbehalten bleiben. Fakt ist, dass die Demokratie in vielen – nicht in allen – Ländern an die Grenzen ihrer Problemlösungsfähigkeit stößt.
Währenddessen etablieren sich weltweit mächtige, zum Teil undemokratische Strukturen. Gelingt es nicht, die demokratischen Prozesse diesen Entwicklungen entsprechend anzupassen, wird unser politisches System gegenüber anderen ins Hintertreffen geraten und an Glaubwürdigkeit verlieren – mit allen destabilisierenden, misslichen Folgen, die sich bereits immer deutlicher abzeichnen.























