06.12.2010 12:53
Kopf des Monats
Zur Person: Semperit-Neo-Chef Thomas Fahnemann
Der 49-jährige Ex-RHI-Chef zieht im Dezember in den Vorstand des Kunststoffkonzerns Semperit ein. Wenn Langzeitchef Rainer Zeller im April abtritt, schlägt Fahnemanns Stunde.
Als zart besaitet sind beide nicht bekannt. Nicht Thomas Fahnemann, der zuletzt bei der RHI umstrukturiert hat und ab Dezember im Vorstand der Semperit sitzt – und auch nicht Rainer Zeller (siehe Interview auf Seite 20), seit 1989 Vorstandschef des Kunststoffkonzerns. Wenn Zeller, wie geplant, ab April in den Ruhestand geht, wird der Unterschied trotzdem deutlich sein: Fahnemann, das Kommunikationstalent, kommt; Zeller, der eisern Schweigsame, geht. Die Fußstapfen könnten für den erfahrenen Fahnemann trotzdem nicht größer sein. Zeller, der das Unternehmen nach eigenem Bekunden 1989 „von Sowjetstrukturen“ befreien musste, hat seit seinem Antritt jedes Jahr einen Gewinn im Unternehmen geschafft – und jedes Jahr war er höher als im Jahr zuvor. Semperit-Aufsichtsratsvorsitzender Veit Sorger ist über die Personalie überglücklich: „Seine Außensicht und seine breite, internationale Industrieerfahrung und Kenntnis der Märkte werden es Thomas Fahnemann ermöglichen, neue Impulse zu setzen. Davon wird Semperit profitieren.“
Zur Person
Thomas Fahnemann, 49, ist Mitte des Jahres nach nicht einmal 20 Monaten überraschend als CEO des österreichischen Feuerfestkonzerns RHI zurückgetreten. Seit 2003 war er Vorstandschef des oberösterreichischen Faserherstellers Lenzing AG. Per 1. Dezember zieht der gebürtige Frankfurter in den Vorstand der Semperit AG ein.
























