18.06.2012 06:00
Lagertechnik
Greiner Bio One: Großwetterlager
Der Diagnostiktechnikhersteller Greiner Bio One sah dem logistischen Supergau ins Auge: In der Vergangenheit musste die Produktion mehrmals gestoppt werden, weil Lagerkapazitäten fehlten. Das neue Palettenlager spielt jetzt groß auf.
Leichter Schwindel. Den erfasst Besucher im Lager der Greiner Bio One. Nicht, weil man hier als Willkommensüberraschung selber Hand anlegen müsste – sondern wegen der Dimension des Lagers. 5630 Palettenstellplätze hat das 2000-Quadratmeter-Hochregallager des Labor- und Diagnostiktechnikherstellers – und es spielt auch sonst groß auf: Wareneingang und Warenausgang sind in Kremsmünster strikt voneinander getrennt.
i-Tüpfelchen: Eine direkte SAP-Anbindung. Sie beschleunigt den Versand von Blutentnahmeröhrchen und anderem Probenmaterial für Spitäler, Labors oder Blutbanken noch einmal spürbar. Im letzten August ging das Lager in Betrieb, die Oberösterreicher investierten dafür 15 Millionen Euro – kein Pappenstiel. Aber sie erkauften sich so eine Flexibilität, „die uns heute jeden Tag aufs Neue fasziniert“, erzählt Günter Altenburger, Leiter Materialwirtschaft und Projektleiter des Logistikzentrums. Seine Begeisterung ist nachvollziehbar. Produktionslager und Versandlager sind jetzt voneinander entkoppelt, hüben wie drüben ist deutlich mehr Platz. Der Betrieb kann weiter wachsen – ganz ohne Verrenkungen in der Lieferkette: Den Takt gebe nun die Produktion an, „nicht mehr das Lager“, sagt Altenburger mit beschwörendem Blick.
























