23.12.2010 12:12
Motorenbauer
BRP-Powertrain verordnet sich Wachstumskurs
Der Gunskirchener Motorenhersteller BRP-Powertrain will 2011 kräftig wachsen: Heuer werde das Werk rund 170.000 Motoren fertigen, für 2011 gehe er von einem mindestens 15-prozentigen Plus sowohl in der Produktion als auch beim Umsatz aus, zeigte sich Geschäftsführer Gerd Ohrnberger gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten" (OÖN) optimistisch.
2010 sei "prinzipiell ein gutes Jahr" gewesen, resümiert Ohrnberger. "Wir haben die Talsohle hinter uns und wachsen wieder." Nach einem 30-prozentigen Minus im Geschäftsjahr 2009/10 (per 31. Jänner) erwartet das Unternehmen für 2010/11 rund 15 Prozent Umsatzwachstum, für 2011/12 wird ein Anstieg um weitere 15 Prozent prognostiziert. Absolutzahlen wurden nicht bekanntgegeben - weil man Teil eines Konzerns sei, hieß es auf APA-Anfrage. Der größte Unsicherheitsfaktor seien derzeit die USA - gemeinsam mit Kanada der wichtigste Markt für BRP-Powertrain, so Ohrnberger. Während der Absatz in den vergangenen Jahren weltweit gewachsen sei, sei er in den USA nur gleichgeblieben. Besonders gut komme in Amerika aber der neue Zweisitzer Commander an. Der Markt dafür sei dort zuletzt von 90.000 auf 105.000 Jahreseinheiten gewachsen, die Nachfrage sei extrem hoch. "Wir kommen kaum mit der Fertigung nach. Es gibt Händler, die bekommen 3 Stück - bräuchten aber 200."
Vorsichtige Personalpolitik
Zu schaffen mache dem Standort Gunskirchen allerdings der schwache Euro, "da wir vieles im Dollarraum zukaufen", erklärte Ohrnberger. Konzernweit falle das aber nicht sehr ins Gewicht. Das Niveau von vor der Krise wird trotz des optimistischen Ausblicks aber noch nicht erreicht: "In unserer Branche werden wir das bei Stückzahlen und Umsatz in den nächsten fünf Jahren nicht sehen", so Ohrnbrger. "Wir sind aber heute auch ein schlankeres Unternehmen." Seit ein paar Monaten stelle man wieder Mitarbeiter ein - "mit der gebotenen Vorsicht". (APA/red)
























