21.10.2011 08:33

Neuausrichtung

Voestalpine orientiert sich langfristig auf außereuropäische Märkte

Die Voestalpine wird sich langfristig geografisch neu orientieren und 2020 etwa 60 Prozent ihres Umsatzes in den außereuropäischen Märkten machen, sagte Voestalpine-Generaldirektor Wolfgang Eder am Donnerstag auf der Gewinn-Messe. "Eigentlich sind wir froh, dass unser Schwarzmeerprojekt 2008 gestorben ist, weil wir uns nicht nur technologisch, sondern auch geografisch neu orientieren."

Angesichts der EU-Umweltpolitik komme ein energieintensives Werk in der EU heute nicht mehr in Frage, zudem gebe es heute "attraktivere Länder" als die damals auch als Standort diskutierten Märkte Türkei und Ukraine. Als Favoriten für das geplante, eine Milliarde Euro teure Werk hatten damals Rumänien oder Bulgarien gegolten. Der Plan war aber nach der Krise 2008 beerdigt worden.

2020 wolle die voestalpine 60 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Westeuropas machen, erklärte Eder - 30 Prozent auf dem amerikanischen Kontinent, 10 Prozent in Osteuropa und 20 Prozent in Asien.


Der Metaller-Lohnabschluss könne wegen seiner Höhe zu einer weiteren Verschlechterung bei den Stückkosten und Nachteilen für den Wirtschaftsstandort führen - noch dazu als der "soziale Friede zunehmend in Frage gestellt wird", sagte Eder. Das Abrutschen in internationalen Vergleichen könne einmal zu einem Streik der Investoren aus dem Ausland führen. "Das Problem ist nicht ein einzelnes Ranking, das Problem ist, könne wir hier notfalls einen freien Fall stoppen und umkehren?" (APA/red)

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