16.12.2009 08:44
Ökostrom
Ökostrom-Branche: Rascher Verzicht auf Fossil-Strom möglich
In zehn Jahren will die heimische Ökostrom-Branche den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie auf bis zu 99 Prozent ausbauen. Investitionen von bis zu 25 Milliarden Euro müssten getätigt werden.
Die Verbände für Strom aus erneuerbarer Energie haben sich bis 2020 einiges vorgenommen: In zehn Jahren möchte die Ökostrom-Branche - je nach Stromverbrauchsentwicklung - den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie in Österreich auf 73 bis 99 Prozent ausbauen. Um das Ökostrom- Ziel zu erreichen, müssten bis zu 25 Milliarden Euro investiert werden.
Fehlinvestitionen
Die E-Wirtschaft meint dagegen, dass Österreich noch Jahrzehnte nicht auf thermische Anlagen verzichten könne. Derzeit werden pro Jahr rund 45 Terawattstunden (TWh) oder 64 Prozent des gesamten Strombedarfs in Österreich aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Der Rest wird aus Öl, Kohle, Gas und Atomkraft erzeugt. In den nächsten zehn Jahren könnten die Erneuerbaren ihre Jahresproduktion so ausbauen, dass 70 TWh - so hoch ist der gesamte Strombedarf in Österreich - aus Groß- und Kleinwasserkraft, Biomasse, Biogas, Windkraft, Photovoltaik und Geothermie erzeugt werden, glauben die Ökostrom-Vertreter. Fossil-atomare Quellen wären dadurch überflüssig. "Jedes neue Kohlekraftwerk ist eine Fehlinvestition", sagte der Präsident des Bundesverbandes Photovoltaic Austria, Hans Kronberger. (APA/red)
























