31.08.2011 08:11

Ölfeld-Dienstleister

C.A.T Oil im Halbjahr mit weniger Gewinn trotz Umsatzzuwachs

Die an der Frankfurter Börse notierte niederösterreichische C.A.T. Oil AG hat im ersten Halbjahr 2011 weniger Gewinn erzielt, während der Umsatz stark zulegte. Das Nettoergebnis fiel im Jahresvergleich auf 6,9 Millionen Euro (nach 8,5 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2010). Den Rückgang führt das Unternehmen auf ein geringeres Finanzergebnis wegen schwächerer Wechselkursgewinne zurück. Beim Umsatz legte der Öl- und Gasfelddienstleister um 24,4 Prozent auf 135 Millionen Euro zu.

Das Ebit ging in den ersten sechs Monaten um 19,4 Prozent auf 10 Millionen Euro zurück, weil C.A.T. Oil aufgrund der Kapazitätserweiterungen höhere Abschreibungen vornehmen musste. Das Ebidta hingegen blieb stabil und legte um 0,7 Prozent auf 27 Millionen Euro zu, während die Ebita-Marge von 24,7 auf 20 Prozent zurückging. Bei der Anzahl der durchgeführten Aufträge gelang C.A.T. Oil ein Plus von 17 Prozent auf 1.648 Jobs. "Im zweiten Quartal konnten wir unsre Geschäftsaktivitäten erfolgreich beschleunigen und starkes Umsatzwachstum erzielen. Zusätzlich haben wir weiter am Aufbau unsers Conventional-Drilling-Geschäfts gearbeitet", sagte C.A.T. Oil-Chef Manfred Kastner laut Aussendung.

Der Aufbau dieses dritten Kerngeschäfts verlaufe erwartungsgemäß, die investitionsbedingten Kosten wurden durch das starke Umsatzwachstum aber nicht kompensiert. Die erste Bohranlage (Rig) lieferte C.A.T. Oil im zweiten Quartal nach Russland. Sie wurde im Juli in Betrieb genommen. In der zweiten Jahreshälfte sollen weitere acht folgen, vier davon sollen bis Jahresende noch in Betrieb genommen werden, so das Unternehmen.


Die Investitionen, die auf 44,4 (12,4) Millionen Euro gewachsen sind, wurden primär aus dem Cashflow finanziert. Die Cash Earnings fielen um 9,2 Prozent auf 23,7 Millionen Euro. Der operative Cashflow halbierte sich auf 16,1 Millionen Euro. Die liquiden Mittel lagen per Ende Juni bei 24,4 Mio. Euro, Ende Dezember 2010 hatten sie noch 34,1 Millionen Euro betragen. Daher ging die Eigenkapitalquote seit Dezember von 83,2 auf 72,8 Prozent zurück. Auch der gewichtete durchschnittliche Mitarbeiterstand verringerte sich im Jahresvergleich um 3,8 Prozent auf 2.362 Mitarbeiter.

Im zweiten Quartal 2011 erzielte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge einen neuen Quartalsrekord: Der Umsatz legte im Jahresvergleich um 20,6 Prozent auf 74 Millionen Euro zu. Die durchgeführte Arbeiten stiegen um 11,9 Prozent auf 878 Aufträge. Das Nettoergebnis wuchs um 4,6 Prozent auf 7,8 Millionen Euro.

Für die verbleibenden Monate erwartet C.A.T. Oil ein Umsatzniveau, "das über dem Orderbuchvolumen von August in Höhe von 239 Millionen Euro liegt (basierend auf einem Rubel/Euro Wechselkurs von 40).

Russland will mit einer Änderung der Exportbesteuerung die Produktion auf neuen und alten Feldern sowie die Herstellung von hochwertigen Exportprodukten stimulieren. Dies werde sich ab 2012 auch auf C.A.T.-Oil-Kunden auswirken und zu einer steigenden Nachfrage führen, erwartet Harder. Auch das neue Geschäftsfeld Conventional Drilling, das in dreieinhalb bis vier Jahren den break-even-erreichen soll, werde profitieren. Bis Jahresende sollen vier Rigs im Einsatz sein, vor Ort sollen alle 9 bestellten Rigs sein.

Beim Ölpreis sei man in der Planung von 80 Dollar je Barrel ausgegangen. Derzeit kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseerohölsorte Brent rund 112 Dollar. Die Situation sein nun "wesentlich komfortabler als in der Planung".

C.A.T. Oil ist vor allem in Russland tätig, wo 95 Prozent des Umsatzes erzielt werden. 5 Prozent stammen aus Kasachstan. Der Fokus liege auf Zentralasien, Interesse bestehe etwa auch an Aserbaidschan und Turkmenistan. (APA/red)

leaderboard,skyscraper,rectangle_300_250,banner_234,banner_468,widget_200_100,widget_200_200
group=2,service_id=1