19.08.2011 08:33

Ölfeldausrüster

SBO mit Umsatz- und Gewinnsprung im ersten Halbjahr

Der im ATX der Wiener Börse notierte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) mit Sitz in Ternitz steigerte im ersten Halbjahr 2011 seinen Umsatz um die Hälfte; der Gewinn verdreifachte sich. Der Umsatz war mit 194,4 Millionen Euro um 52 Prozent über jenem des ersten Halbjahrs 2010, der Nettogewinn legte um 204 Prozent auf 23,6 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Schoeller Bleckmann Grohmann
© Archiv

Der im ATX der Wiener Börse notierte Ölfeldausrüster Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment (SBO) mit Sitz in Ternitz steigerte im ersten Halbjahr 2011 seinen Umsatz um die Hälfte; der Gewinn verdreifachte sich. Der Umsatz war mit 194,4 Millionen Euro um 52 Prozent über jenem des ersten Halbjahrs 2010, der Nettogewinn legte um 204 Prozent auf 23,6 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Das operative Halbjahres-Ergebnis (EBIT) lag mit 40,1 (nach 14,2 Millionen) um 183 Prozent über dem Vorjahres-Vergleichswert. Dies entsprach einer EBIT-Marge von 20,6 Prozent (nach 11,1 Prozent im ersten Halbjahr 2010). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 34,7 Millionen Euro (nach 11,5 Millionen im ersten Halbjahr 2010) und entsprach einer EGT-Marge von 17,8 Prozent (nach 9,0 Prozent). Der Halbjahres-Gewinn je Aktie betrug 1,46 Euro (2010: 0,49 Euro). "Die gute Geschäftsentwicklung betraf im Wesentlichen alle Segmente der SBO gleichermaßen", berichtete SBO-Chef Gerald Grohmann laut Aussendung. Man habe gegenüber dem Vorjahres-Vergleichszeitraum auch eine bessere Kapazitätsauslastung und Fixkostenabdeckung erzielt.

Die Auftragseingänge waren im ersten Halbjahr mit 208 Millionen Euro um ein Viertel über jenen der ersten Jahreshälfte 2010. Der Auftragsstand zum Halbjahresstichtag 30.06.2011 war mit 137,1 Millionen Euro (nach 116,7 Millionen) ebenfalls höher.


Grohmann erwartet eine positive Entwicklung seiner Branche auch im zweiten Halbjahr 2011. Solange die Nachfrage nach Öl und Gas - insbesondere aus den anhaltend boomenden Emerging Markets - auf hohem Niveau bleibe, sei weiterhin eine positive Branchenkonjunktur zu erwarten. Diese würde durch den aktuellen Ölpreis noch zusätzlich gestützt. Allerdings könne sich dieser Trend bei einem globalen Konjunktureinbruch sehr rasch umkehren. Man habe jedenfalls Vorkehrungen getroffen, auch auf dieses Szenario - durch Anpassung der Kapazitäten - umgehend reagieren zu können. Durch eine niedrige Verschuldung und gute Liquidität habe man einen entsprechenden Sicherheitspolster.

Der Umsatz legte im 2. Quartal um 31 Prozent auf 97,1 Millionen. Euro zu, das Betriebsergebnis wurde auf 20,2 Millionen Euro mehr als verdoppelt, unterm Strich blieben 12,1 Mllionen Euro (+127 Prozent). Aus heutiger Sicht sei er zuversichtlich, dass sich der Trend auch im zweiten Halbjahr fortsetzen werde, sagte Grohmann, der Auftragseingang sei anhaltend positiv. "Zur Zeit ist unsere Welt in Ordnung", lautet die Diagnose des SBO-Chefs zur APA über den Zustand seiner Branche. Der derzeitige Ölpreis von rund 110 Dollar sei "ein mehr als auskömmlicher" für alle Projekte.

Zukäufe geplant.
Anzeichen dafür, dass die "gedämpfte Erwartungshaltung der Finanzmärkte auch auf uns, auf das Realgeschäft durchschlägt", sehe er momentan nicht, sagte Grohmann. Seine Wachstumsstrategie stütze sich unverändert auf die Säulen organisches Wachstum, Entwicklung von neuen Technologien und Produkten sowie gegebenenfalls auch Akquisitionen. Im zweiten Halbjahr werde man eine neue Produktionsstätte in Betrieb nehmen, Anfang nächsten Jahres werde diese Fabrik in Vollbetrieb gehen. Falls sich Zukäufe ergeben sollten, dann am wahrscheinlichsten in Nordamerika, Großbritannien oder Norwegen - "das ergibt sich ganz natürlich, weil wir Hochtechnologie anbieten".

Auch von den Plänen Polens, massiv in die Schiefergas-Förderung einzusteigen, will SBO profitieren. "Wir haben dorthin unsere Fühler schon ausgestreckt, aber das ist noch in einer sehr frühen Phase." (APA/red)

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