08.03.2010 08:54
Opel
Opel-Sanierung: GM macht zusätzliche Gelder locker
Die Sanierung des angeschlagenen Autoherstellers Opel kommt in kleinen Schritten voran. Künftig will man mit Öko-Offensive und mehr Kleinwagen punkten.
In dem von der Schließung bedrohten Werk Antwerpen ist ein Teil der Belegschaft zu Sozialplanverhandlungen für die rund 2.600 Mitarbeiter bereit. Die IG Metall schlägt vor, alle Beteiligten in Deutschland zu Verhandlungen an einem runden Tisch zusammenzubringen. Eine wichtige Voraussetzung dafür habe der Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) mit seiner Ankündigung geschaffen, sich selbst mit 1,9 Milliarden Euro an der Opel-Sanierung beteiligen zu wollen. Zuvor hatte der US-Konzern nur ein knappes Drittel dieser Summe zusteuern wollen. Weitere 1,8 Mrd. Euro für die Sanierung will Opel-Chef Nick Reilly bei verschiedenen europäischen Staaten einsammeln.
Mehr Kleinwagen
Punkten will Opel mit einer Öko-Offensive und einer breiteren Kleinwagen-Palette. "Opel wird sein Angebot an kleineren Fahrzeugen noch deutlich ausbauen", sagte Forst dem "Handelsblatt" (Montag-Ausgabe). Neben einem neuen Kleinstwagen unterhalb des Corsa plane das Unternehmen auch, deutlich mehr Varianten auf Basis der bestehenden Baureihen auf den Markt zu bringen. "Opel soll einer der umweltfreundlichsten Volumenhersteller in Europa werden", sagte Forst der Zeitung weiter. Der Großteil der angekündigten Investitionen des Mutterkonzerns General Motors (GM) von 11 Mrd. Euro in Opel werde in ihren Etat fließen. "Opel arbeitet an einer ganzen Familie von Elektroautos bis hin zur Brennstoffzelle", sagte die Managerin. Das Unternehmen wolle nicht nur ein Auto wie den Opel Ampera auf den Markt bringen, der mit einer Kombination von Batterie und kleinem Verbrennungsmotor arbeite. "Wir sehen auch einen wachsenden Markt im Bereich kleinerer, allein batteriebetriebener Fahrzeuge für Großstädte, wenn der Kunde keine längere Strecke zurücklegen muss." (APA/red)










