17.06.2010 11:20
Opel-Zukunft
Opel-Chef Reilly: Am Sanierungsplan wird nicht gerüttelt
Opel-Chef Nick Reilly hat Sorgen um weitere Einschnitte bei dem angeschlagenen Autobauer zerstreut. "Wir haben keine Absicht, den Sanierungsplan zu verändern", sagte Reilly am Mittwoch. Die vier deutschen Werke in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern bleiben nach den versagten Staatshilfen erhalten.
Opel und die US-Konzernmutter General Motors (GM) wollen den Hersteller aus eigener Kraft zurück auf die Erfolgsspur bringen, nachdem der Bund staatliche Hilfen abgelehnt hatte. Das Geld für die Sanierung - unverändert 3,3 Mrd. Euro - komme aus "GMs weltweiten Mitteln", erklärte Reilly. Nach dem Sanierungsplan sollen europaweit 8.300 der 48.000 Stellen abgebaut werden. Zudem soll das Werk im belgischen Antwerpen geschlossen werden, um Überkapazitäten abzubauen.
Experte zuversichtlich
Nach dem Rückzug der Bürgschaftsanträge für Opel gibt der Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer der Marke wieder gute Chancen, sich besser im Wettbewerb durchzusetzen. "Jetzt kann sich Opel wieder um den Markt kümmern und in Autos investieren", sagte Dudenhöffer der "Thüringer Allgemeinen" (Donnerstag). Durch gute Geschäfte vor allem in China und in den USA habe der Mutterkonzern General Motors ausreichend Kapital in der Kasse, um die Sanierung der deutschen Tochter selbst erfolgreich zu stemmen. Werkschließungen in Deutschland seien in den nächsten drei bis fünf Jahren nicht zu erwarten. (APA/red)























