27.03.2012 14:53
Patentschutz
Flut an Patentanmeldungen in Österreichs Industrie
Österreichische Unternehmen haben 2011 fleißig geforscht und sechs Prozent mehr Patente angemeldet, das teilte das Europäische Patentamt (EPA) am Freitag der APA mit. 2.351 Anmeldungen verzeichnete das EPA im Vorjahr aus Österreich. 2010 waren es 2.218. Die Zahl der erteilten Patente stieg im Jahresvergleich sogar noch stärker von 667 auf 737. Das ist ein Plus von 10,5 Prozent.
Aus dem Archiv
Die erteilten Patente seien ein Indikator, dass Österreichs Firmen in neue Erfindungen investieren, so EPA-Pressesprecher Rainer Osterwalder. Das EPA, dessen Patente in bis zu 38 europäischen Ländern gültig sind, erteilte insgesamt 62.115 Patente, das sind sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Davon ging mit 13.582 fast jedes vierte Patent an deutsche Firmen. In anderen europäischen Ländern gab es allerdings einen negativen Trend: In Luxemburg (-25 Prozent), Bulgarien (-14 Prozent), Ungarn (-12 Prozent) und den Niederlanden (-13 Prozent) waren die angemeldeten Patente laut EPA stark rückläufig.
Siemens in den Top Ten
Das Patentamt stellte heute in München das Patent Applicant Ranking 2011 vor. Als innovativstes Unternehmen wurde erneut der Siemens-Konzern ausgezeichnet, der 2011 2.235 Patenten angemeldet hatte. Neben Siemens rangieren mit Philips (1.759 Anmeldungen), BASF (1.638), Bosch (1.192) und Ericsson (1.148) vier weitere europäische Unternehmen unter den Top Ten der anmeldestärksten Unternehmen beim EPA. Die meisten Patentanmeldungen stammten aus der Medizintechnologie. Mit 9.351 Anmeldungen haben sie sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Es folgten Elektrogeräte, Maschinen und Energie mit 8.550 Anmeldungen, Computertechnologie mit 7.561 und Digitale Kommunikation mit 7.161. Die stärksten Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Bereiche der Pharmazie und Telekommunikation.
Anmelderekord
Insgesamt hat das Europäische Patentamt (EPA) im vergangenen Jahr mit 244.000 Einreichungen (+3,7 Prozent) einen neuen Anmelderekord verzeichnet. 38 Prozent der Anmeldungen stammten aus den Mitgliedstaaten der Europäischen Patentorganisation (EPO), asiatische Firmen gewannen weiter an Boden und steigerten ihren Anteil am Gesamtaufkommen um drei Prozentpunkte auf 33 Prozent. Aus den USA kamen 2011 24 Prozent der Anmeldungen beim EPA. (APA/red)
























