17.09.2012 06:29
Produktionsoptimierung
Produktion: Tägliche Ernte
Einen täglichen Produktionserfolg müssen Führungskräfte bei Trumpf Maschinen Austria neuerdings vorweisen. Das Optimierungsprogramm kommt an.
Eine ganze Nasenlänge. So weit soll die neue Hochgeschwindigkeits-Biegezelle von Trumpf Maschinen Austria (TruBend Cell 7000) anderen Maschinen voraus sein. Immerhin angelten sich die Paschinger dafür heuer glatt den Staatspreis für Innovation. Der Teiledurchsatz liegt doppelt so hoch wie normal – schnelleren Einzelkomponenten und synchronisierten Prozessen sei Dank. Mit fünf Sekunden je Biegung ist die Maschine derzeit die schnellste Zelle der Welt. Auch für kleine Losgrößen ist sie „wegen des automatisierten Werkzeugwechsels prädestiniert“, erzählt Trumpf-Betriebsleiter Thomas Saiko.
Die Produktion der Wundermaschine? Läuft im Werk in Pasching schon wie geschmiert. Sie wird auf einer eigenen Linie montiert. Und trotzdem steht das Wertstromsystem der Oberösterreicher auf der Probe. Der Grund sind die neuen Biegewerkzeuge. Sie laufen „im Wertstrom der normalen Werkzeuglinie mit“, erklärt Saiko. Nicht als Fremdkörper, aber die Herausforderung ist trotzdem groß: „Es darf zu keinerlei Verschwendung kommen“, sagt Saiko.
Kurzer Genuss
Verschwenderisch war der Biegemaschinenhersteller zuletzt nur mit Superlativen. Im Geschäftsjahr 2011/12 erwirtschaftete der deutsche Konzern einen Rekordumsatz von 2,3 Milliarden Euro, ein Plus von 15 Prozent. Auch beim Auftragseingang legte der Betrieb zu. Mit 2,35 Milliarden Euro lag er sensationell über dem des Vorjahrs. Ein Erfolgsgeheimnis: Die Optimierung nach den Prinzipien der schlanken Produktion.
Sie wird auch bei den Oberösterreichern gelebt. Für sein synchrones Produktionssystem, das auf dem Gedanken des ständigen Verbesserns aufbaut, sackte der Hersteller reihenweise Auszeichnungen ein. Es gab dafür auch den von Fraunhofer Austria und INDUSTRIEMAGAZIN verliehenen Titel „Fabrik2011“.
























