07.12.2010 09:54

Rohstoffe

Kupfer und Gold: Rekordhoch in Reichweite

Aus Furcht vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise haben am Montag wieder mehr Anleger Kurs auf den "sicheren Anlagehafen" Gold genommen. Das Edelmetall verteuerte sich in der Spitze um 0,3 Prozent auf 1.418,55 Dollar (1.070,93 Euro) je Feinunze (31,1 Gramm) und lag damit nur noch rund fünf Dollar unter dem Rekordhoch vom November. Silber zog um knapp zwei Prozent an und notierte mit 29,90 Dollar so hoch wie seit Anfang 1980 nicht mehr. Neben der Schuldenproblematik profitierten die Edelmetalle von einer möglichen weiteren Lockerung der US-Geldpolitik, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar.

Gold
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Aus Furcht vor einer Ausweitung der europäischen Schuldenkrise haben am Montag wieder mehr Anleger Kurs auf den "sicheren Anlagehafen" Gold genommen.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte eine Ausweitung des Anleihe-Ankaufprogramms über das bisher angepeilte Volumen von 600 Mrd. Dollar hinaus nicht ausgeschlossen. Nach Einschätzung der Commerzbank-Experten profitierten neben den Edelmetallen auch andere Rohstoffe vom zunehmenden Interesse spekulativ orientierter Anleger. Einige Fonds wollten offenbar ihre Bilanzen aufhübschen, weil Rohstoffe in den vergangenen Monaten meist kräftig zugelegt haben.

Kupfer nah an Bestmarke

Kupfer arbeitete sich bis auf etwa 150 Dollar an seine bisherige Bestmarke heran und notierte 0,8 Prozent fester bei 8.790,50 Dollar je Tonne. "Offenbar gibt es immer noch zu viele Leute mit zu viel Geld und zu wenig Anlage-Möglichkeiten", sagte Analystin Judy Zhu von Standard Chartered in Shanghai. Darüber hinaus ergab sich aus den LME-Daten vom Freitag, dass ein Investor 50 bis 80 Prozent aller in den Häusern der Londoner Metallbörse (LME) eingelagerten Kupfer-Bestände kontrolliert. Einem Zeitungsbericht zufolge handelt es sich dabei um die US-Bank JP Morgan Chase. Das Institut, das die Einführung eines börsennotierten Indexfonds (ETF) auf Kupfer plant, wollte den Zeitungsbericht nicht kommentieren. Börsianer rechnen mit der Markteinführung dieser Papiere nach dem chinesischen Neujahrsfest Anfang Februar 2011. (APA/red)

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