16.06.2010 10:01
Rohstoffe
RHI-Chef Fahnemann: "Wollen fairen Wettbewerb"
Rohstoffreiche Länder wie China diktieren derzeit die Weltmarktpreise - verbunden mit massiven Teuerungen. "Wir wollen freien Handel und fairen Wettbewerb", forderte Thomas Fahnemann, RHI-Chef und Sprecher der österreichischen Rohstoffplattform, im Vorfeld der zweitägigen European Minerals Conference der EU-Kommission und des EU-Rats, die heute in Madrid startet.
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Die Konferenz müsse neue, wesentliche Fortschritte bringen, so Fahnemann. Europas Industrie läuft sonst Gefahr, ins Hintertreffen zu geraten. Die USA und Japan fahren eine klare Rohstoffstrategie, in Europa sei man seit zweieinhalb Jahren am Diskutieren, kritisiert die Wirtschaftskammer. Denn - abgesehen von Baurohstoffen - seien die europäischen Industrieunternehmen bei mineralischen Rohstoffen zu 70 bis 80 Prozent importabhängig, bei Seltenen Erden sogar zu 100 Prozent, schlagen WKÖ und Fahnemann Alarm.
Missstimmung wegen Exportzöllen
Die wettbewerbsverzerrende Situation im Außenhandel müsse beendet werden. China verstoße mit seinen horrenden Exportzöllen klar gegen Bestimmungen der Welthandelsorganisation WTO (World Trade Organisation). Nur die Politik können hier Abhilfe schaffen. Zentrales Ziel der WTO ist die Liberalisierung des internationalen Handels. Dazu vereinbaren die 149 Mitgliedstaaten global verbindliche Regeln. "Wir wollen freien Zugang zu den Rohstoffmärkten haben", forderte der Sprecher der heimischen Rohstoffplattform. Die EU-Kommission hat zwar bereits 2008 eine Rohstoffinitiative ins Leben gerufen, um die langfristige Versorgung der europäischen Industrie sicherzustellen, doch konkrete Aktionen fehlen vorerst. (APA/red)










