25.05.2011 08:41
Schienenfracht
Holzbranche und ÖBB einigen sich über RCA-Sanierung
Die heimische Holzbranche und die ÖBB haben sich nun auf einen gemeinsamen Lösung für Holztransporte auf der Schiene durch die angeschlagene Güterverkehrstochter Rail Cargo Austria (RCA)geeinigt. Schwerpunkt der Maßnahmen sind neben Tariferhöhungen ab 1. Juli auch eine Konzentration auf ein Kernnetz mit zunächst 145 Verladestationen. Für die Entwicklung der notwendigen RCA-Sanierungsmaßnahmen haben die Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) und die ÖBB die Arbeitsplattform "Holz-Bahn-Logistik" gegründet.
Die wirtschaftliche Situation des ÖBB-Güterverkehrs erfordere tiefgreifende Sanierungsmaßnahmen, so die ÖBB am Dienstag in einer Aussendung. Pro Jahr werden rund 10 Millionen Tonnen Holz transportiert, allerdings war bisher ein großer Teil davon nicht kostendeckend, so ÖBB-Konzernpressesprecher Johannes Gfrerer zur APA. Ziel der gemeinsamen Sanierungsschritte sei es, den hohen Schienenanteil bei Holztransporten in Österreich abzusichern.
Dafür wird das Verladenetz gestrafft und die Verladestationen verbessert. Künftig werde es für Holz zunächst nur mehr 145 Verladestellen geben. Bis jetzt war die Verladung von 483 Stellen möglich. Damit können Holztransporte auf der Schiene konzentrierter und somit kostengünstiger als bisher abgewickelt werden, so ÖBB und FHP in einer gemeinsamen Aussendung. Österreich werde auch künftig europaweit eines der engmaschigsten Netze für eine Holzverladung auf die Bahn aufweisen.
Ab ersten Juli werde es eine "Tarifanpassung" nach oben geben, die für ein Jahr gültig sein wird. Die Höhe der Preisanpassungen werden noch verhandelt, so Gfrerer. Die Holzwirtschaft hat zu Jahresbeginn Preiserhöhungen um bis zu 30 Prozent innerhalb der kommenden drei Jahre befürchtet.
Zufrieden über die Einigung zeigt sich auch die Holzwirtschaft: Dieses Maßnahmenpaket sei für die Forst- und Holzwirtschaft eine große Herausforderung. "Wir sehen darin auch unseren Beitrag, RCA wieder auf eine stabilere Schiene zu führen. Trotz dieser schwierigen Situation ist es für uns erfreulich, dass wir in den letzten Wochen wieder den Weg zu einer konstruktiven und offenen Partnerschaft gefunden haben", so FHP-Vorsitzender Georg Adam Starhemberg. (APA/red)
























