Die angeschlagenen P+S-Werften in Mecklenburg-Vorpommern bekommen keine weitere Hilfe des Landes mehr und stehen vor der Insolvenz. Nach einem Krisengespräch teilte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) am Montag in Schwerin mit, dass die Werften in Stralsund und Wolgast keine weiteren von Bund und Land verbürgten Kredite erhalten werden.
Werften-Geschäftsführer Rüdiger Fuchs kündigte an, nach der Unterrichtung der Belegschaft spätestens am Mittwoch einen Insolvenzantrag zu stellen.
Liquiditätsprobleme seit 2009
In der Vorwoche hatte der neue Werften-Chef über deutlich größere Probleme als bisher bekannt berichtet. So musste die Werftenleitung Lieferverzögerungen einräumen, die nicht nur die beiden im Bau befindlichen Scandlines-Fähren betreffen, sondern auch zwei Spezialfrachter für die dänische Reederei DFDS A/S.
Schon seit der Finanzkrise 2009 stecken die Schiffbaubetriebe trotz guter Auftragslage in Liquiditätsnöten. Auf den beiden Werften sind knapp 2.000 Menschen beschäftigt. (APA/dpa)
























